00:00:01: Es ist schon ein bisschen die Leidenschaft, die auch leiden schafft.
00:00:22: Meine Damen und Herren, herzlich willkommen im Bagon-Achtundzwanzig vom ältesten Riesenrad der Welt.
00:00:27: Schön, dass Sie wieder eingeschaltet haben!
00:00:28: Und heute haben wir den Mann zu Gast, der als Erster Österreicher auf zwei Reden die Rallye der K für sich entscheiden konnte in zweim Jahr aus dem Jahr.
00:00:36: Einige Jahre später, nicht allzu lange her hat er genau mit dem selben Sport fast ein Bein verloren.
00:00:42: Es freut mich sehr, dass er hier bei uns zu Gast ist.
00:00:45: Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch und vor allem freue ich mich darauf herauszufinden ob Grenzen wirklich nur.
00:00:52: Herzlich willkommen Matthias Wagner.
00:00:54: Hallo Christi!
00:00:55: Freuen uns sehr, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
00:00:57: Sie sind lange auf der Liste der Sportler gestanden, die wir gerne hier im Riesenrad bei uns haben würden weil sie unglaubliches erlebt haben.
00:01:04: Wir wollen im Riesenrad auch immer damit beginnen das wir herausfinden wie die Person überhaupt eine Leidenschaft für den Sport entwickelt hat und wenn ich richtig recherchiert habe haben sie ja eigentlich begonnen zu ski fahren.
00:01:16: Ihr Papa war aber Motorradfahrer.
00:01:18: Ist er derjenige gewesen, der sich dann auf den Motorsport gebracht hat oder woher kam das Ganze?
00:01:23: Das war ich schon selber.
00:01:25: Ich bin wie jedes zweite, dritte Kind aus Salzburg wahrscheinlich mit Skifahren und Fußball groß geworden.
00:01:32: Dann gab es einen Annerberger namens Marcel Hirscher, der regelmäßig immer schneller war als ich.
00:01:39: Dann haben wir gedacht, okay, muss ich mich anders orientieren Ich lebe eigentlich mit Motorsport früher, Gockert fahren und Motorrad fahren.
00:01:49: Und ich glaube drei Wochen vor meinem vierzehnten Geburtstag ist dann endlich so weit, wenn da habe ich eine kleine Motor-Großmaschine bekommen als ein Achtskopik.
00:01:58: Motorrad war das am Anfang von der Mama gehalten gewesen.
00:02:02: Aber nach drei, vier Wochen hab ich schon gesagt, okay, darf ich mir wahrscheinlich behalten?
00:02:06: Dann hat's die Mama schön langsam mitgekriegt aber sie hat auch immer dieses Leuchten, dieses Ponkel in meinen Augen gesehen von dem her.
00:02:14: Ja, hat's damit dann ganz gut gelegen können.
00:02:15: Und war das so von Beginn einen Talent da?
00:02:19: Man muss sich immer mit vier zu trauen und sich aus einem Zweig aufzusetzen.
00:02:22: Ich glaube schon, dass es ein bisschen so ist, wenn man für etwas eine Leidenschaft entwickelt, macht man es auch normal ganz gut.
00:02:29: Und ich glaube, es ist schon so was, dass man relativ schnell sieht wie es Kinder- und Jugendliche für etwas begabt brennt die Leidenschaft oder nicht.
00:02:38: Bei mir war es definitiv so ... Am ersten Tag gestiegen bin ich wieder stank, dann leer war.
00:02:45: Ja und vor allem sind Sie sehr schnell sehr erfolgreich geworden muss man sagen?
00:02:48: Sie sind unter anderem nach Heinz-Klinikern der erste der Weltmeister wurde und zwei Motokross im MX-III.
00:02:54: da haben sie auch die Goldmedaille davon mitgebracht.
00:02:58: Wir erinnern Sie sich an diese Zeit zurück in diese erste sehr erfolgreiche Zeit.
00:03:05: Extrem coole Erinnerungen speziell diese Medaille Dato relativ viel Rennen gewonnen.
00:03:12: Europameisterschaft, Sturzmeisterschaft auch die Ämne läuft aber nie irgendwie so.
00:03:16: dieses Puzzle vollenden Kinder.
00:03:18: also es hat immer irgendwas braucht damit ja eine Meisterschaft als Gewinner abschließe.
00:03:23: und ich war damals schon sehr sehr lässig weil sie da sehr prägende Zeit war.
00:03:27: also man muss sich vorstellen ich bin zum Beispiel im Mai was mein richtig erster internationaler Saison war.
00:03:32: dann bin ich in der Rennen am Stück mit dem Bruder in einem Eveco-Bus auf Drei Quadratmeter herumgefahren habe, am Ende des Jahres wahrscheinlich fünfzehn oder zwanzigtausend Euro ein Minus, eine Misserie gemacht.
00:03:47: Weil einfach dieser Sport extrem, extrem kostenintensiv ist.
00:03:51: Aber ich bin immer diese Leidenschaft und dieses große Ziel gehabt, einmal Weltmeister zu werden.
00:03:56: Und das lässt halt auch irgendwie nicht locker.
00:03:58: Ich hab wirklich sehr charakterbringende Zeit damals hinter mir gemacht.
00:04:03: aber die haben ja alles als Person, als Mensch geprägt.
00:04:07: Ja, alles so aufgeht war es mir darum um sie mehr zu schätzen.
00:04:10: Sie sind ja dann von Motocross MX-III auf Rally-Rate umgestiegen?
00:04:14: Sind ja doch zwei gänzlich verschiedene Sportarten muss man sagen.
00:04:18: Mussten sie auch ein anderer Sportler werden, um zu dieser anderen Sportart umzusteigen?
00:04:24: Es war speziell am Anfang eine richtige Hassliebe.
00:04:26: Man muss sich vorstellen da ist das ein Motocroszrennen, ein Motokrosswochrenne.
00:04:30: wo es Training Qualifikation und zwei Rennen... hat man in etwa zwei bis zweieinhalb Stunden reine Vorzeit.
00:04:36: Und beim langstricken Ralle, wo die Ralle der Kreuz dazugehört ist das längste Tag, was ich bis jetzt gefahren bin.
00:04:44: Das waren bis zum Jahr an den Fuchzenstranden vor Zeit.
00:04:49: Sie sprechen jetzt genau das an, was irgendwie mir so auf der Zunge brennt wenn wir über dieses Thema sprechen und zwar dass es ein Hass lieber ja zu Beginn war Weil es ja unvorstellbar ist für einen normalen Menschen wie mich, warum man so ein Sportart machen möchte.
00:05:04: Was war's?
00:05:05: Was sie daran gehalten hat etwas zu machen was eine solche Grenzen bringt wo man über Tage lang Stundenlangen mit wenig Schlaf Hitze oder auch Kälte und allen möglichen verschiedenen Bedingungen umgehen muss.
00:05:20: Warum man da dran bleibt?
00:05:22: Es sind einfach so extrem lässige Erinnerungen die ich erleben habe.
00:05:26: Es ist ja irgendwie noch jeder Verletzung oder bei jeder Verleihung so gewesen, da ich mir dachte, boah, dann muss ich zu sagen scheiß du immer nicht mehr.
00:05:35: Aber wenn man wieder gesund ist und die Erinnerungen auch die Geschichten was ihr erzielen kann, das war echt einfach mega, mega lässig!
00:05:41: Und ich hab's gemerkt, also speziell bei meiner ersten Dakar, wo es wirklich alles für mich Newelland war... Wie immer erzählt worden ist, wie beeindruckend diese Zahlen sind.
00:05:51: Bannerale der KFV Millionen Live-Zuschauer.
00:05:54: Diese Euphorie.
00:05:55: Aber wie fühlt sich das an?
00:05:56: Und wir haben den Buenos Aires von fünfhunderttausenden Menschen empfangen worden.
00:06:01: Bin habe ich gewusst okay bin da definitiv richtig.
00:06:04: die Begeisterung in Südamerika ist halt auch ja sensationell Und auch das, was wir sehen, die auf wirklich einen einen Tag.
00:06:13: Wenn man sich vorstellt, ich bin im Olivene in den größten Salze der Erde weggestartet und dort minus drei Grad gehabt.
00:06:20: Ich bin in den Fünfzehntimetern dürfen Salzwasser wegfahren und im Zürz in Argentinien plus von vierzig Grad gehabt und waren Dünnen.
00:06:27: Und deshalb ist es in so einer kurzen Zeit erleben zu dürfen ... Ja, da darf man sich schon privilegiert fühlen!
00:06:34: Damit unsere Zusehlerinnen und Zuge sich das auch verstehen können?
00:06:37: Wie darf man sich die größten Herausforderungen bei einer Rally der K vorstellen?
00:06:42: Was sind die für Sie anspruchsvollsten Dinge.
00:06:47: Ich war zu viel dazu, ich glaube ein bisschen das Energiemanagement weil man muss halt vorstellen wenn man jetzt an einen Marathon läuft gibt man den One-Dog alles und im Idealfall nach zwei Stunden drei Stunden vier Stunden ist es vorbei.
00:07:02: und bei einer rally der k Das ist ja über zwei Wochen, das ist egal was du am ersten Tag machst.
00:07:07: Du kannst am ersten noch gleich vor Zeit gewingen oder verlieren wie am letzten Tag.
00:07:10: und dass man wirklich dieses gesamte Puzzle dann richtig zusammenstört, dass kein technischer Defekt ist, dass keine Roadbook-Fehler vom Veranstalter sind, dass man selber versucht immer konzentriert zu bleiben weil man hat jeden Tag über diese sieben acht zehn Stunden Vorzeit das eine oder andere Blackout aber einmal Spleckhaut in einem falschen Moment, das kann nicht dann auch gleich richtig weh sein.
00:07:32: Und da wird extrem viel rundherum lernen müssen.
00:07:37: aber das ist immer so ein bisschen ein Sportlerleben oder so weil jeder sagt immer ja wenn wir bestes geben oder sowas.
00:07:43: Das ist Grundvoraussetzung als Sportler.
00:07:45: am Tag X gibt jeder sein Bestes.
00:07:46: noch wichtig ist was habe ich die ÖF oder ÖF ein halb Monat davor gemacht.
00:07:50: Sie haben einmal in einem Interview gesagt, man muss einen Bad-Eyes sein und einen Killerinstinkt haben.
00:07:57: Waren sie das immer?
00:07:58: Oder trainiert man sich das dann an, weil man eben die Liebe zum Sport hat?
00:08:01: Ich glaube ich habe es mal antrainiert.
00:08:02: Also ich bin extrem akribisch, extrem detailverliebt, ist ein bisschen fluch und segn, zugleich oft was gescheitert, wenn man sagt okay, keep going!
00:08:11: Man kann sich irgendwie nicht ändern.
00:08:13: Aber ich habe schon immer geglaubt zu wissen ... Ich für mich brauch, um auf hundert Prozent performen zu können.
00:08:21: Und ich weiß, wenn ich mal gewisse Rahmenbedingungen schaffe, funktioniert wirklich ganz gut!
00:08:26: Ich weiß aber auch, wenn die nicht so sind wie mir das vorstellt, dann passt es für den.
00:08:31: und da habe ich versucht in meiner Karriere das bestmögliche für mich... ...zumachen.
00:08:37: Aber ja, es stimmt schon, es ist... Das ist dann umso anspruchsvoller, dass man wirklich weiß, was man kann.
00:08:44: Zwölf perfekte Etappen haben wir in der Rallye.
00:08:46: Wirklich perfektes, kein einziger Fehler.
00:08:49: Wenn am letzten Tag irgendwas nicht passt und das kann der erste und letzte Kilometer sein, dann waren die restlichen zwölfe Etappens umsonst ist es oft sehr undankbar.
00:09:00: aber hin- und wieder hat man auch das Glück des Tüchtigen wie zum Beispiel im
00:09:06: Jahr.
00:09:08: Sie haben mir zwei größten Erfolges sportlich mitgebracht.
00:09:12: Mit dieser Goldmedaille, der Weltmeisterschaft und dem Gesamtsieg in der Rallye Dakar.
00:09:19: Sie sind der erste Österreicher, den das auf zwei Rädern gelungen ist.
00:09:22: Wie unterscheidet sich der Emotional von allen anderen Erfolgen, die sie sonst in ihrer sportlichen Laufbahn gefeiert haben?
00:09:31: Es ist im Offroad-Motorsport ... die größte Auszeichnung.
00:09:38: Ich glaube, ich kann es mittlerweile beurteilen und es gibt wirklich oder ich habe nix härteres, zacheres gemacht jetzt wie der Rallye d'Aquart.
00:09:45: Das so vollenden zu kennen war definitiv sportlich gesehen mit August van der Krestetag in meinem
00:09:50: Leben.".
00:09:50: Und das war weil sie eben in einer ganz kleinen Strecke dieses Rennens die richtigen Entscheidungen getroffen haben.
00:09:58: Das ist ihr Roadbook damals gewesen, im Jahr zwei tausendundachzehn Mittlerweile digital Damals noch akribisch, wie man sieht hier angeführt, davor ausgearbeitet.
00:10:08: Können Sie uns ein bisschen erklären, was wir da sehen und welche Teile davon gescheiden waren?
00:10:13: Und warum?
00:10:14: Beim Rallyefahren haben wir immer so eine Rotbockrolle.
00:10:16: Die ist mittlerweile digital.
00:10:19: Damals vor acht Jahren haben wir die am Vorabend bekommen und hat sie dann ausarbeiten dürfen, weil wie man vielleicht sieht sind relativ viele Informationen oben und zum Teil zu viele Informationen um die bei hundertzwanzig, hundertdreißig, hundredsechzig mh zu verarbeiten.
00:10:36: Jetzt holt man sich jetzt alles heraus, was man glaubt das ist für einen wichtigen.
00:10:39: Und da war es halt so der Fall dass wir in einem... Das war ein Belen und das war ein eins Komma zwei Kilometer breiter ausgetrockneter Fluss.
00:10:48: Und jetzt hab ich schon gewusst Es ist extrem wichtig also auf die Kilometer genau drauf bin.
00:10:52: also bei dreihundert siebenund vierzehn Komma sieben Kilometern geht's in den Fluss rein und Wir fahren auf Cup hundertsechsund setzig Mojen.
00:11:01: Der Cup is der digitale Compass von Norden.
00:11:04: Wir orientieren uns in der Wüste, in einem breiten Flussbett auf einen großen Plateau, wo keine gefestigten Straßen waren.
00:11:17: Wenn wir zu dem Zeitpunkt sechs Fahrer, die was realistisch gwingen konnten, das war der zehnte Tag.
00:11:24: Wir starteten immer in drei Minuten Zeitabstände und ... Ich bin an dem Tag als Sechster gestartet und die fünf, was in der Gesamtwertung vor mir waren, sind Formel gestattet.
00:11:33: Und ich bin dann zu diesem Flusskommer, der etwas leichtsandig war.
00:11:36: also man hat diese Spuren relativ gut gesehen wo die Langganger sind.
00:11:41: Man muss halt immer unterscheiden wie viel Wert lege ich in die Navigation?
00:11:45: Wie viele Zeit verliere ich auf dieses Rotbuckbild hinabzuschauen um richtig zu navigieren und wieviel versuche ich den Spuren schläft möglich zu folgen?
00:11:54: Und ich hab dann in diesem Ordenfluss die Spuren links weg gesehen und bin dann schon so abbogen.
00:12:00: Ich habe alle Indikatoren, sprich das Rautbuch, gesehen und hab gesagt eigentlich müsste ich erst dreihundert Meter später in den Fluss reinfahren.
00:12:09: Zu dem Zeitpunkt fühl mir zum Gewinnen wie zum Verlieren gehabt.
00:12:13: Hab dann ewig lange nicht gewusst ob ich richtig oder falsch bin weil die nächste Noten ist was der Indikator wäre, ob man richtig oder falsch ist war achtzehn Kilometer später.
00:12:23: Jetzt bin ich achtzehn Kilometer ohne Spuren, ohne Indikator den Fluss nachgefahren.
00:12:28: Ich wusste es ist der richtige Fluss oder der Parallelfluss, was die anderen Jungs erwischt haben und wir haben dann einen Wegpunkt gehabt wo ich gewiss habe okay wenn der Wegpunkt, wenn ich den erreiche das ist dieser Kampfsnadel die etwas aufgeht unter zwei die etwas umhüpft Dann bin ich richtig hab gemerkt okay Wegpunkt ist erreicht, ich bin richtig immer noch keine Spuren vor uns und hab mir dann gedacht okay Matthias baue jetzt die auch kann Fehler mehr und mache jetzt keinen Scheiß mehr, weil die Erdogheit kann vieles verändern.
00:12:56: Ein unfassbarer Volk, den ganz Österreich mit ihnen gefördert, denen ewig bleiben wird.
00:13:01: Jetzt kommen wir zum Thema Verletzungen.
00:13:02: zur negativen Seite, die bei der Rallye der K auch eine große Rolle spielt.
00:13:06: Im Durchschnitt habe ich mir ausgesucht sterben bei der rallye d'Akaa, eins Komma sechs Menschen also mindestens eine Person.
00:13:13: Wie viele sind einem das eigene Leben wert wenn man jedes Jahr wieder antritt?
00:13:16: Bei der Rale der K?
00:13:19: Na natürlich extremviel Und man muss ja nicht immer gleich mit dem Wörstkästen angehen, dass das Todesfälle gibt zutragisch wie die Sie es rechnen.
00:13:30: Sondern es gibt ja ganz viele andere Fälle und ich bin jetzt da noch mal mit zwei blaue Augen davon gekommen und es gibt einen Querschnitt, oder auch diese Verletzungen, die ich gehabt habe begleiten mir sicher mein ganzes Leben und es ist schon ein bisschen ... Die Leidenschaft, die auch leiden schafft Und im Leben ist so, wenn man was erleben will.
00:13:53: Dann kann nicht auch etwas passieren.
00:13:55: Hörst du jetzt vielleicht ein bisschen ... Ja, ein bissel... Leichtsinnig an, aber lieber erfüllte es.
00:14:04: Leben von up and downs und ich glaube da, dass speziell diese Schattenmomente, wo wir wirklich mit viel Verletzungen gehabt haben.
00:14:13: Das Problem ist halt, wir fahren zum Teil mit hundertdreißig, kein Marschnittgeschwindigkeit.
00:14:19: Wenn du stürzt oder so, dann weißt du.
00:14:21: Es tut meistens weh und es ist ein Beinhalte der lange Reha-Zeit.
00:14:25: Aber je älter ich auch werde, je mehr mein Körper zwickt, desto genügsamer wird man.
00:14:34: Und ich bin irgendwie froh, dass mir das alles als Mensch, als Person ein bisschen so geformt hat.
00:14:40: Weil da ganz andere Dinge, speziell jetzt nach dem letzten Verletzungen, weil die noch mal ganz eine andere Liga war wie das, was ich vorher gehabt habe ... schon ganz anders wertzuschätzen war, sondern wir halt nicht mehr über jede Kleinigkeit aufregt.
00:14:53: Es kam dann aber ein Sturz am Jahr im Dezember.
00:14:57: Sie haben über den Fuß heute schon das eine oder andere Mal gesprochen, der dann wirklich alles verändert hat?
00:15:01: Das war das Abschlusstraining für die Dakar in dem Jahr.
00:15:06: Und Sie haben bei diesem Abschlusstraining in Dezember ein Loch übersehen und sind so sechs bis sieben Meter in die Tiefe gestürzt.
00:15:13: Einen See, der ausgetrocknet war?
00:15:16: Genau, ein großes Loch.
00:15:17: Es war also ein zehn Kilometer großes Plateau im Wüste Sandig.
00:15:22: Da ist auch eine Flussdurchgang oder eine Auswaschung.
00:15:25: Der war natürlich trocken zu dem Zeitpunkt.
00:15:28: Das Problem ist, dass wir beim Fluss sind.
00:15:30: Drüben ist die Ebene wieder auf der gleichen Höhe gewesen und in dieser Sighting-Runde ... Ich bin drei Sekunden vorher noch schnell geblieben weil es ein bisschen gestaubt hat, habe meine Teamkollegen vorfahren lassen.
00:15:41: Vor der Starte wieder los sehe ich meine Team-Kollegen von fünfhundert Meter vor mir auf dem selben Level wie ich.
00:15:47: und aber weil er leicht aufgegeben war, da das Sandhügel war, dieses Loch nicht gesehen hab dann schon gemerkt in der Luft Ich habe gar nicht so cool, weil ich wusste, okay das tut er dir jetzt richtig weh.
00:16:01: Und hoffentlich werde ich da noch munter und war dann im ersten Augenblick.
00:16:05: Also ich bin dann auch gelandet da unten in diesem Gegenhang.
00:16:09: Bin eigentlich nicht einmal zu sturz gekommen aber der Aufprall war wie wenn man sagt, manchmal fällt von einem Hausdachherbe zehn Meter.
00:16:15: Das ist ja nicht zur spektakuläre Landung, aber es tut er richtig wehh.
00:16:19: Hab dann glaubt am Anfang okay, ich war bei vollem Bemuss sein.
00:16:22: Habe meine Vierstern gespielt und hab mir gedacht, okay Schienen und Wadenbein!
00:16:25: wird wohl gebrochen sein.
00:16:27: Das habe ich gemerkt, aber es ist dann jede Diagnose immer noch
00:16:44: schlimmer
00:16:44: geworden.".
00:16:47: Und sie sind dann ja ins Krankenhaus gekommen, wurden dann aber auch noch überstellt nach Graz.
00:16:51: Sie waren in Palm Springs im Krankenhaus glaube ich oder sind da nach Graiz überstelt geworden um dort operiert zu werden und wie sie sagen von Diagnose zu Diagnese zu Diagose wurde das ja immer schlimmer.
00:17:01: Können Sie uns durch diesen Prozess einmal kurz mitnehmen von der ersten Diagnosis?
00:17:05: Oder vielleicht alles die dort waren was Sie dachten bis dann zu dem Zeitpunkt wo Sie zu Weihnachten bis denn in Jena im Krankenhause eigentlich derlegend sind und nicht wussten ob Sie beim behalten können?
00:17:15: Ja, die erste Diagnose habe ich selber gestellt.
00:17:18: Und dann hat man durch den Keschen und Wadenbein Wert gebrochen sein.
00:17:21: Dann merkte ich, dass das ein bisschen kreut war.
00:17:24: Wie haben wir den Wind gespielt?
00:17:26: Dann haben wir durch den Keschen wieder offene Fraktur sein.
00:17:30: Ich bin nach Palmsprings gekommen, nach zwei Stunden, dann notoperiert werden müssen.
00:17:37: Weil man hat zumindest so ein Sieg verstanden und wahrgenommen.
00:17:40: Man hat drei Hauptatieren in den Fuß rein.
00:17:44: Eines durchtrennt worden, die andere geklemmt.
00:17:47: Und der Fuß ... Der Unterschenkel ist noch mehr von einer Attiere versorgt worden und wenn er die auch nicht mehr mitspult, dann geht es relativ schnell, dass der Fuß abstirbt.
00:17:57: Man hat einen Fixer-Tör angelegt, hat noch mehr operieren müssen, weil sie das verschoben hat, war acht Tage lang in Amerika im Krankenhaus und bin nach Österreich gekommen.
00:18:07: Dann in Österreich ist man erst wirklich bewusst geworden Ja, wie tragisch das um meinen Bein steht.
00:18:13: Und was für mich das mit Abstand das Schlimmste war?
00:18:17: Ich war immer gewohnt und habe mir verletzt.
00:18:18: Wenn ich ins Krankenhaus komme, operiert worden.
00:18:21: Nach einer oder zwei Wochen ist es dann nicht mehr besser geworden.
00:18:23: Jetzt war's halt so ... Ich hab mich verletzt, bin operiert geworden.
00:18:27: Ist immer schlechter, schlechter.
00:18:30: So dieser Tiefpunkt war noch drei, vier Wochen.
00:18:32: Das war damals genau um Weihnachten, um die ... Um neue Jahre herum.
00:18:36: Ich hab ohne zwei Monate lang, ohne Morphium, gar nicht irgendwie schlafen können.
00:18:42: Und ja, ich habe da wirklich viel mit erlebt aber bin jetzt extrem froh, dass wir einen Fuss erhalten haben können und alle diesen Engel, die du an den großen Beidrott so geleistet haben, extrem dankbar.
00:18:56: Es ist ja ein Riesenglück, dass sie überhaupt noch gehen können und all diese Dinge, die da passiert sind, sind ja unfassbar eigentlich!
00:19:03: Denkt man in solchen Momenten noch über die Karriere nach?
00:19:05: Oder denkt man nur mehr über die Gesundheit nach.
00:19:08: In erster Linie schauen wir nur die Gesundheiten, aber die Karrière war immer ein bisschen der Antrieb oder sagen wir gar nicht die Karre ... Das Motorradfahren.
00:19:14: Die Leidenschaft zum Motorrad fahren.
00:19:17: Jeder empährt irgendwas in seinem Leben.
00:19:21: Jeder geht zur Arbeit damit er sich mit einem Urlaub belohnt und Zeit mit seiner Familie.
00:19:26: Mit Quality Time und MyQuality Time ist definitiv auch meine Familie Aber natürlich halt als Motorradfahren.
00:19:33: Ich hab immer gesagt, wenn wir das noch nehmen, dann wird es schwer mich ein etwas anderem sportlich gesehen um so nochmal zu erfreuen.
00:19:43: und das war immer dieses große große Ziel.
00:19:45: Und ich glaube Es ist ganz wichtig speziell am Anfang.
00:19:48: was gibt man ins Navigationssystem ein?
00:19:50: Wo will man hin?
00:19:51: wie soll die Reise ausschauen?
00:19:53: Der Weg dorthin war sehr steinig aber ich habe sehr viele Wegbegleiter koppte, was nur das Beste für mich war.
00:20:02: Ich bin echt mega dankbar da jetzt mit beiden Füßen stehen und sitzen zu dürfen.
00:20:08: Und mir wird alltäglich noch die Augen neu geöffnet.
00:20:13: Ich war jetzt grob an der Begutachtung bei der Chefjagdstin und bin dann so einig gekommen.
00:20:19: sie schaut mir damit große Augen sahen und dann haben wir es durch die Kehe.
00:20:22: Warum?
00:20:22: Wieso Herr Walknecht hätte nicht geglaubt, dass ich sie so antreffe.
00:20:27: Sie hat die Röntgenglügel und die Unfallhistorie gesehen.
00:20:31: Hätte er nicht glaubt, der Fuß noch dranbleibt?
00:20:33: Es
00:20:33: freut mich auch für Sie, dass das alles gut ausgegangen ist.
00:20:36: in dem Fall.
00:20:37: Dass Ihr Fuß da ist, dass Sie gesund hier sitzen können.
00:20:41: Zeigst du aber vielleicht auch, dass Ihre Akribie dahingehend oder beziehungsweise dieses Streben danach, was man den Ziel erreicht einfach immer da war?
00:20:51: Das haben Sie wahrscheinlich auch da eingesetzt.
00:20:54: Zumindest bestmöglich versucht.
00:20:57: und man redet ja ziemlich oft von Glück und Pech und ich glaube halt, die nennt sich immer das Glück des Tüchtigen weil man zirkt halt auch das Umwenderbistels an.
00:21:05: Sind Sie auf vier Rädern jetzt doch goldrichtig?
00:21:09: Oder wäre es immer noch das Motorrad fahren und geht's einfach nicht?
00:21:11: Sie haben ja gewechselt.
00:21:13: Ja, gut richtig!
00:21:13: Das werden sie zahlen weil ich das habe am Anfang beim Motorradfahren auch nicht geglaubt aber es macht definitiv mega viel Spaß.
00:21:20: Ich tu ja immer noch relativ viele Motorradfahrn nur muss ich mich jetzt auch von mir selbst ein wenig schützen.
00:21:29: Unser Auto hat jetzt sehr viel andere... Die coole Vorteile, die ganze Zeit diese Angst zu haben.
00:21:35: Was für ein Kopf extrem vordernd ist.
00:21:37: Wenn was passiert, tut es richtig weh, habe ich im Auto nicht.
00:21:40: Ich kann extrem pusseln und extrem Gas gehen, aber nie die Angst oder diese Nahtworte der Erfahrungen.
00:21:48: Und das ist eine Chance.
00:21:49: Man kann das Erlebte mit seinem Co-Bilot teilen.
00:21:53: Es ist anders spannend, aber der Motorsport, das war die größte Erfüllung ... ist und auch immer sei gut.
00:22:00: Und die kommen einfach vom Motorradfahren, da wird's ja nichts ändern.
00:22:04: Oliver Pöhrin ist ihr Co-Pilot mit dem Sie jetzt teilen das in Baggesitzen, das in Baggerale fahren?
00:22:12: Ich würde sagen wir hören mal kurz vor ihm rein wer das Ganze findet.
00:22:17: Ohne der Erinnerungen den Matthias als Mensch und als Charakter sehr gut beschreibt ist, Matthias hat damals von seinem Papa vom Hirs Senior zuerst im Motorkross gekriegt Und beim ersten Rennen war der Wille und der Ehrgeiz sehr groß, die fahrerischen Skills aber noch nicht.
00:22:36: Er ist dann bei einem Sprung-Aussick hüpft durch so ein rotes Absperrbandel durchgefahren.
00:22:41: Dieses Krissen hat sich um sein Heusummer gewickelt und zehn Meter nachgeschliffen.
00:22:47: Sei Papa hat zwar gesagt man die erst bleib stehen, bleib steh!
00:22:49: Jetzt hat er mir das natürlich nicht gemacht.
00:22:52: Als ich den durchgezogen habe, bin ich ins Ziel und aufs Bodium gefahren.
00:22:56: Genauso was... Es prägen für Matthias.
00:23:00: Egal, welchen Umstände das Leben für ihren Rat hat, sei es eine Verletzung oder irgendwas anderes er zieht sein Ding durch Er gibt niemals auf.
00:23:07: und hier sie behaltet es bei
00:23:11: Oliver Pürin ein Kindheitsfreund von Ihnen eigentlich der gar keine Erfahrung hatte mit dem Rallesport davor den Sie gewählt haben weil Sie ihn auch aus richtigen Empfinden des Co-Beloten verbindet sich die Freundschaft am allerst stärksten Und macht Sie das auch zu guten Weggefährten?
00:23:28: bei der Suche eines geeigneten Co-Biloten, das ist extrem schwierig.
00:23:33: und ich glaube auch noch mal jetzt zum Sportwechsel.
00:23:36: Ich glaube, dass es einfach wichtig ist die Einstellung dem Ganzen gegenüber oder wirklich wenig Menschen kennengelernt, die was so ehrgeizig akribisch zum Teiler besessen auf einen positiven Sinne sind wie wieder Oliver.
00:23:53: Das ist wirklich ... In meiner Karriere waren zwei Sportler, wo ich sagen muss, wenn ich gegen den antreten müsste Was wirklich, wirklich zahler war.
00:24:02: Die sind halt nunmehr Bergeiziger.
00:24:05: Die wollen das nunmehre mehr und ordnen alles dem unter.
00:24:08: Und es ist wirklich der Marcel Wierscher gewesen mit dem ich sehr viel trainiert habe.
00:24:12: Der, was auch mich auf ein neues Niveau gepracht, gekuscht hat.
00:24:16: Und Oliver ... Wow!
00:24:18: Ich bin Oliver als Kindheitsfreund.
00:24:20: Mit ihm haben wir Fußball gespielt früher, mit ihm in die Schule gegangen.
00:24:22: Oliver hat dann das Jagdkommando gemacht und diese Aufnahmeprüfung schafft man heute an.
00:24:29: Wenn man es wirklich will.
00:24:31: Prom habe ich zum Oliver Schmeru über zwei Nochten am Christkindl und hab gesagt, Oliver eigentlich würde jemand brauchen vom Mainz jetzt so wie du.
00:24:39: Man weiß auf den kann ich mit so ein Hundert Prozent verlassen und der wird nichts unversucht lassen.
00:24:44: Bisschen wie sie ja bin!
00:24:46: Und dann reden wir jetzt irgendwie und fahren heim und auf einmal um Mitte Nachkriege eine WhatsApp-Nachricht und haben gesagt, hey Matthias, wir kennen uns schon so lange, wenn da irgendein... Was war's dran oder irgendeine Ernsthaftigkeit dahinter?
00:24:58: Du kennst mehr, als würde ich alles für mein Leben unterordnen.
00:25:01: Dann habe ich ein bisschen nachgedacht und dann dachte ich auch, versuche was wertbar.
00:25:05: Und das war doch die richtige Entscheidung?
00:25:07: Bis jetzt war es definitiv eine richtig richtige Entscheidung.
00:25:10: ja!
00:25:10: Das war ein unfassbar spannendes Gespräch mit Ihnen.
00:25:12: Ich hab so viel gelernt, möchte zum Schluss noch fragen ob Sie Blick in irgendwas anders gemacht hätten in Ihrer Karriere?
00:25:18: Ich hätte ein bisschen mehr verstehen sollen dass man wirklich nur diesen einen Körper als Geschenk bekommt die nächsten vierzeig Jahre so gut wie es geht, zu pflegen.
00:25:29: Ich bin sehr froh, dass es ihnen so gut geht und darf ihnen sagen, dass sie inspirierend bis zu sehen, wie gut sie ihnen geht und wie viel Spaß sie am Leben haben trotz der schwierigen Zeiten, die sie durchgemacht haben.
00:25:39: Das macht Freude!
00:25:40: Zum Schluss gibt's noch einen Einfrag in unserer Gästebuch der Riesen.
00:25:43: Wonderful!
00:25:45: Bitte schön... bitte um einen Einfrage.
00:25:47: Sehr
00:25:48: gerne.
00:25:48: Wir werden jetzt schauen, wie kreativ was für ein Walgner ist?
00:25:52: Nein ich bin extrem unkreativ.
00:26:00: Der kürzeste Gästebucheintrag, den wir jemals hatten.
00:26:04: Aber ich finde er passt so perfekt und ... Wir bitten immer darum, dass es vorgelesen wird.
00:26:09: Also
00:26:09: was steht
00:26:10: da?
00:26:10: Fullgas!
00:26:12: So wie vom Kindergarten Heinz.
00:26:13: Das hat mein Leben und meine Karriere ein bisschen mitgeprägt.
00:26:17: Weil?
00:26:18: Weil ich vom Heinz vor fünfzehn Jahren in etwa zwanzig Jahren das erste Autogramm gekriegt habe.
00:26:25: Und hab dann also gesagt, alles ist ... Ein junger Fan.
00:26:28: Heinz, gib mir was mitschreib irgendwas hin und das war dann Hashtag Fullgas.
00:26:32: Ich finde das Interview war auch Vollgas.
00:26:33: Hat da richtig Spaß gemacht mit Ihnen?
00:26:35: Ich könnte noch ewig zuhören aber wir hören jetzt auf und genießen den Ausblick würde ich sagen.
00:26:39: Danke dass Sie da waren!
00:26:41: Und auch an Sie meine Damen und Herren schön wie immer dass sie mit dabei waren im Vakun-Achtundzwanzig und bis bald in Friedenrad.