Transkript

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00:00:02: Ich hatte viele Situationen, in denen ich gesagt habe, das war es jetzt.

00:00:06: Aber für mich war das eine

00:00:07: Option.

00:00:22: Rein spaziert ins älterste Riesenrad der Welt, reinspaziert in den Bagon Achtundzwanzig, wo wir heute eine Frau zu Gast haben, die uns aus Cortina von den olympischen Binderspielen Gold mitgebracht hat.

00:00:32: Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch heute hier, weil sie eine inspirierende und wunderschöne Frau ist – nicht nur äußerlich sondern auch innerlich.

00:00:39: herzlich willkommen!

00:00:40: Janine Vlock.

00:00:41: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:42: Mir freut es an, dass ihr da

00:00:44: seid.

00:00:44: Schön, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

00:00:46: Es ist knapp zwei Monate her, dass sie Gold mitgebracht haben aus Italien.

00:00:52: Ist der Zauber schon verflogen oder sind Sie immer noch in dieser Babel drin?

00:00:56: Nein,

00:00:56: ich bin schon noch mittendrin.

00:01:00: Das erste Monat ist einfach extrem schnell vergangen.

00:01:03: Man ist sehr gut eingeteilt und es sind viele Pressetermine, was auch sehr gut ist für den Sportgutys.

00:01:10: Ich möchte dem natürlich auch so gut wie es geht gerecht zu werden, aber halt alles Schritt für Schritt und versuche hier und da mal an der Gebause einzuplanen.

00:01:19: Aber ... Ja, ich bin noch auf der Welle würde ich sagen.

00:01:22: Und jetzt ist es ja bei Ihrer Sportart beim Skeleton so, dass das fast schon in einer Mutprobe ähnelt.

00:01:28: und was Sie da machen?

00:01:29: Sie werfen sich Kopf über einen Eiskanal mit hunderteißig kmh!

00:01:33: Wie kommt man auf die Idee, Skeleton-Piloten zu werden?

00:01:37: Ja, da war ich noch sehr jung.

00:01:38: Das war in der vierten Klasse Hauptschule Und damals war der Lehrer, der sehr spotaffin ist.

00:01:44: Er ging durch die Klassen und fragte, wer das Lust zum Keller fahre.

00:01:48: Für uns war damals auch nicht klar, was das für Sportartist für uns war, nur den Tag schulfrei im Vordergrund.

00:01:53: Deswegen haben meine Mädels und ich gleich aufgezogen und gesagt, wir möchten das machen.

00:01:58: Unsere Eltern ... Das war damals ein bisschen lockerer.

00:02:01: Ich wusste nicht genau, was es ist.

00:02:02: Aber es passt, weil wenn das der Lehrer organisiert, dann ist das sicher etwas gescheites.

00:02:07: Dann sind wir auf die Puppe anhaufen gefahren und es ist erklärt.

00:02:10: Und dann ist schon die Aufregung, die Innovosität kämmen, dass wir uns da jetzt runterlassen.

00:02:15: Es war auch eine gute Gruppendynamik, weil wir waren ja fünf, sechs, sieben Mädels, glaube ich ... Karna wollte dann Rückzieher machen.

00:02:24: Dann haben wir das gemacht.

00:02:26: Ich war sofort fasziniert und begeistert von der Geschwindigkeit.

00:02:29: Ich bin neugierig geworden auf die Sportart.

00:02:33: Was ich aus meiner Recherche herausgehört habe, ist, dass sie ein bisschen eine Rebellin waren in ihrer Jugend.

00:02:38: War das ein Teil von dieser Rebellion und diesen wilden Dingen tun?

00:02:43: Auch so einen bildenden Sport zu machen?

00:02:45: Ja, ich glaube schon.

00:02:46: Im Rückblick war es definitiv sicher auch Punkt, wo ich mich ausleben konnte.

00:02:51: Es rechnete heute meinen Eltern sehr hoch an, dass Sie mich immer extrem viele Freiheiten ergeben haben.

00:02:58: Sie haben zwar immer die Grenzen klar kommuniziert, aber ich habe sie natürlich auch versucht auszuladen.

00:03:04: Aber ich habe es dann wieder mitgekriegt, wenn ich Grenzen knapp überschritten habe.

00:03:09: Das war glaube ich eine sehr gute Erziehungsmaßnahme von Ihnen und für das Spiel Ihnen sehr dankbar, weil ich viel ausprobieren durfte.

00:03:17: Welchen Anteil haben Ihre Eltern an Ihrer Karriere und dem Weg, den Sie gegangen sind?

00:03:23: Meine Eltern waren immer dabei gewesen.

00:03:25: Der Papa war der, was mit mir in der Werkstatt gestanden ist und sich den Schlitten angeschaut hat und sich überlegt hat, ob wir ihn jetzt präparieren können.

00:03:36: oder was machen wir damit?

00:03:39: Überhaupt auch, dass ich meinen ersten Schlitten überhaupt gekauft habe.

00:03:44: Damals haben die Stahl-Schlitten wirklich alte Gerätere.

00:03:48: Meiner, der gebrauchte hat damals so ein Witzbar daraus Euro gekostet.

00:03:52: Aber es ist damals einfach sehr viel Geld gewesen.

00:03:57: Von dem her waren die da immer sehr motiviert und haben mich eigentlich in jeder Hinsicht unterstützt irgendwo.

00:04:04: Und wann ist denn dieser Punkt gekommen, wo Sie gemerkt haben?

00:04:08: Ich werde Profisportlerin!

00:04:09: Macht das jetzt nicht zum Spaß, sondern das ist echt ein Ziel, dass ich verfolge, dass sich dann die großen Erfolge auch entfernen möchte im Sport?

00:04:17: Bis wo eigentlich ... Damals, ich fing mit dem Trainer in den Trainieren an.

00:04:23: Da war dann schon der Wendepunkt, wo ich gemerkt habe, dass es intensiv ist.

00:04:29: Ich ging nach der Arbeit gleich zum Training.

00:04:34: um neunhalb, zehn meistens zu Hause gekämmen und am nächsten Tag wieder.

00:04:37: Und das habe ich zwei Jahre durchgezogen.

00:04:42: Ich glaube, das war im Jahr two-thausendnein bei der Union.

00:04:44: Wir waren am Königsee in Berchtesgaden an den Fünften Platz gehabt.

00:04:48: Das war ein Kriterium, das mir im SRs Leistungssport aufgenommen hat.

00:04:52: Es hat eigentlich diesen Grundstock gebildet, wo ich dann wirklich ... in einer professionellen Richtung arbeiten zu können.

00:05:00: Ohne Heeresportzentrum täte ich jetzt nicht Ansitzer mit der Goldmedaille, das ist einfach die Basis, dass man den Kopf frei hat und sich dem Sport alles unterordnen kann.

00:05:12: Können Sie uns mal, bevor wir über alle Ihre Erfolge oder vielleicht auch Niederlagen sprechen, erklären wie lenkt man?

00:05:20: dieses Gerät, in dem man sich darunter stürzt.

00:05:22: Und wie fühlt es sich das an während man was tut?

00:05:24: Man sieht ja das Innenleben von den Schritten eigentlich nie und das ist ein so recht ekriger Federstallrahmen und darauf sind dann Gelenke montiert und dieser Federstahlrahmen kann sich verwinden und da ist beweglich und im unteren Teil sind die Kufen drauf.

00:05:38: und sobald ich Druck gebe... Ich drücke dann mehr oder weniger die Grufe ins Eis.

00:05:44: Drücken Sie wie?

00:05:46: Mit den Schultern, und ich habe im hinteren Teil meistens eine Knielenkung noch drin.

00:05:50: Es gibt ganz viele verschiedene ...

00:05:54: Man lenkt schon mit.

00:05:57: Ich muss immer schauen, dass ich den Kontakt von den Schultern zum Schlitten halte und das Gerät immer unter Spannung halte.

00:06:06: Und mit gezielten Druckbewegungen mit der Schulter-Lenkheben in einen Schlitten z.B.

00:06:11: in einer Linkskrufe ... mit der rechten Schulter drücken und mit dem linken Knie.

00:06:16: Damit auch hinten die Fräsung, was in den Kufen im hinteren Teil ist, am Eis greift, hält hat.

00:06:22: Dadurch kann ich eine hohe Welle vermeiden und flach umziehen.

00:06:27: Und

00:06:28: das Kleine ist ja ganz knapp am Eis?

00:06:30: Genau!

00:06:30: Das ist wirklich nur so ein paar fünf Zentimeter oberhalb vom Eis ... Und

00:06:35: die Nase haben sich auch schon zweimal gebraucht.

00:06:37: Leider!

00:06:38: Sie sieht wunderbar aus!

00:06:42: Nein, leider.

00:06:43: Es passiert sehr selten, dass man sich die Nase wirklich bricht.

00:06:46: Es ist vielleicht ein paar einzelnen Athleten schon passiert.

00:06:50: Aber es ist sehr nahe und der Kopf spielt eine grosse Rolle.

00:06:56: Wir müssen den Kopf sehr tief halten, weil er die Aerodynamik eine große Rolle spielt.

00:07:03: Sobald ihn den Kopf bewegt, reagiert er Schlitten.

00:07:07: Das heißt, ich kann mit Kopflenkbewegungen einleiten.

00:07:11: Man kann aber dann auch, wenn ich in den Kurven fahre und einen engen Radius habe, hohe Fliehkräfte haben, dann muss ich den Fuß z.B.

00:07:18: auf einmal zum Einsatz nehmen, weil die Hebelwirkung noch anderes ist.

00:07:22: Und das Ziel ist, dass sie den Schlitten so schnell wie es geht in die richtige Position drehen.

00:07:26: Aber

00:07:26: Gefahr war nie.

00:07:27: was, was sie abgeschreckt hat?

00:07:29: Etwas, was Sie gesagt haben, vielleicht nicht?

00:07:32: Ja doch schon!

00:07:35: Schon vorsichtig.

00:07:36: Für mich muss ich es kontrollieren können, wenn ich merke, jetzt entgleitet man jetzt, dann gehe sofort ein Step back.

00:07:43: Das bin ich vom Grund auf von Menschen her schon, dass ich sage alles was in kontrollierbaren Bereichen ist gut aber ich bin keine die jetzt unbedacht irgendwo sich eine hat.

00:07:54: Was würden Sie sagen war so der größte Rückschlag aus dem sie vielleicht auch am meisten gelernt haben?

00:08:01: Ich würde sagen, die Zeit nach den Spielen in Bekring hat mich sehr geprägt.

00:08:05: Da ist ziemlich viel Umfeldumbruch angewiesen, genau, eben nach der Saison.

00:08:13: Und da habe ich dann auch einen Bandscheibenvorfall gehabt, den ich dann operieren musste.

00:08:19: Es war echt eine zache Zeit, weil ... Ich habe eine Kniebeuge gemacht und habe sofort gewusst, irgendwas passt mit meinem Rücken nicht.

00:08:27: Es war sofort der Brenner im Rücken und ich habe gewusst okay, irgendetwas ist nicht okay.

00:08:32: Aber ich hatte schon mehrere Bandscheibenvorfälle im Vorfeld, die wieder zurückgegangen sind immer wieder Probleme mit beckenden Schiefstand-ISG-Entzündungen.

00:08:41: Also ich habe da durchaus ein bisschen Erfahrungswerte mitgebracht und habe dann aber den Fehler gemacht, dass ich das auf die leichte Schulter genommen habe und weggeschoben habe Und dann schlussendlich in September bin ich nicht mehr um eine Operation darum umgekommen.

00:08:56: Aber es war eine sehr leereiche Zeit und ... Die möchte ich nicht missen.

00:09:00: Das sind genau die Bausteine, die es aber auch braucht, dass man dann einen Erfolg hat und dass man weiß, welche Schritte kann man denn noch setzen?

00:09:08: Und das hat mir jetzt vor allem in der Olympiasaison auch geholfen, weil sie war ja auch nicht einwandfrei, sondern ich habe ... Ich war im Kotiner, hab meinen Knie verletzt, im Liegen beim Fahren, bin gleich nach Innsbruck, hab den Knie gemacht, dann wieder runter gefahren, dann starte er, Ich bin nur liegend gefahren, also gestartet.

00:09:29: Der Physio hat mich dann ausgeschoben und dadurch habe ich eine leichte Erzehrung im anderen Fuß gekriegt, also im Oberschenkel.

00:09:37: Es war der Crash in St.

00:09:39: Moritz, wo ich noch Weltkabinen auslassen musste ... Genau, es war immer etwas.

00:09:45: Aber wir haben über die Zeit gelernt, wie man mit solchen Situationen umgehen kann und dass es immer Lösungen gibt.

00:09:53: Ich glaube, dass uns das auch hundertprozent geholfen hat.

00:09:56: Dass man bei den Olympischen Spielen trotzdem on-point war.

00:10:01: Können Sie zusammenfassen, was diese Goldmedaille für eine Sportlerin Wisse bedeutet?

00:10:10: Es ist wirklich ein Traum, der entstanden ist über meine Karriere und meinen sportlichen Laufbau.

00:10:14: Und es ist eigentlich echt das Highlight von allem ... Es ist so viel eigeninitiative Einheit gesteckt und es ist nie leicht von der Hand gegangen.

00:10:24: Da steckt auch so viel Herzblut drin, also auch vom Partner Matthias.

00:10:31: Und das ist einfach so eine große Genugdung.

00:10:34: Es geht nicht allein um dieses Teil, sondern wirklich um den gesamten Prozess, dass wir es geschafft haben und daran geblieben sind, dass man trotzdem Niederlagen uns nicht daraus bringen lassen kann.

00:10:45: Ich hatte viele Situationen gehabt, wo ich gesagt habe, okay, das war jetzt in einem anderen Exit.

00:10:52: Aber das war für mich eigentlich keine Option.

00:10:55: Von daher bin ich deswegen vielleicht auch sehr stolz auf das.

00:10:59: Wir sehen hier so ein paar Dinge, die total beeindruckend sind.

00:11:02: Weil es auch zeigt, was sie für eine akribische Arbeiterin sind und ich würde Sie bitten, dass Sie uns ein bisschen durchnehmen durch diese wunderbaren Bücher, die Sie mitgebracht haben als auch durch den Stein.

00:11:11: Was das für Sie bedeutet?

00:11:13: Und was Sie darin für sich manifestiert haben?

00:11:16: Wir haben im Vorfeld eben gemeinsam mit meinem Mentalcoach, Patrick Bernhardt, KMGau werdet und der Stein zum Beispiel.

00:11:22: wir sind da in Crotina auf dem... mit der Tofana-Bahn auf dem Berg raufgefahren.

00:11:27: Es war so ein bisschen die Aufgabe, dass jeder irgendwie sich was mitnimmt oder etwas Symbolisches mitbringt und der Stein war die Brücke zwischen den Trainern, Traineratleten ... Das Symbol hat ... Passt jetzt gerade was nicht?

00:11:43: Ich hol jetzt meinen Stand aus, ich glaube wir müssen reden!

00:11:45: Und das haben wir auch wirklich durchgezogen, auch die Trainer untereinander.

00:11:51: schön zu sägen, weil man einen ganz anderen Austausch gehabt hat.

00:11:55: Und oftmals seien das aber Barrieren oder dass man gewisse Dinge nicht ansprechen will oder ja niemanden auf dem Schlips treten will.

00:12:03: und das hat wirklich so eine Brücke gebaut.

00:12:07: die war cool und ja das haben wir glaube ich alle sehr genossen.

00:12:11: Ihr Team ist ihnen sehr wichtig?

00:12:13: Ja schon weil es fällt uns steht der Erfolg mit dem Team.

00:12:18: Das hat jeder seine bedeutungsvolle Aufgabe gehabt.

00:12:28: Es war in Kroatien mit den Physiotherapeutinnen und Nationaltrainer, dass einfach so viel Klarheit zwischen uns war.

00:12:34: Und das war das Tolle, was ich ja so gespürt habe ... Ich habe ihnen klar sagen können, was ich brauche und will.

00:12:41: Das kann man als junger Athlet vielleicht auch nicht so ganz ... Da habe ich die Reife jetzt angemerkt.

00:12:50: Im Gegenzug spielte ich einfach, dass sie sich durch diese Klarheit auf mich verlassen können oder auf sie verlassen.

00:12:56: Und das ist brutal wichtig!

00:12:58: Sie tragen die dann noch ein bisschen zum Erfolg oder zum Start hin.

00:13:04: Da muss alles auseinander ...

00:13:08: Ja, folge es nicht.

00:13:09: meistens nicht etwas, was man alleine erreicht.

00:13:11: Sondern immer gemeinsam im Team.

00:13:13: Sie haben auch noch ihr Trinkstagebuch mit,

00:13:16: wenn ich das richtig verstanden habe... Und die Bücher gibt es einiges!

00:13:19: Ich tapfe

00:13:19: jetzt einfach mal so die Seite auf und nur um zu zeigen wie akribisch Janine Vlok arbeitet.

00:13:24: Und sie sagen uns vielleicht nochmal ganz kurz, was da alles ist?

00:13:28: Also es ist ja unfassbar auch, wie klein sie schreiben.

00:13:30: Was steht denn dafür eine Romanin?

00:13:34: Wir dürfen

00:13:35: uns schon fragen.

00:13:36: Ich schreibe wirklich jeden Tag an An der Bahn starte mein Trainings-Tagebuch auch mit dem gleichen Satz immer, den ich für mich noch mal Schlüsselpunkte fokussiere.

00:13:47: Was ist das für ein Satz?

00:13:51: Ich konzentriere mich auf eine extrem ruhige und starke Fahrlage.

00:13:54: Beine immer zusammen, weil die Position ist immer das Wichtigste.

00:13:59: Eben steht eh dann auch volle Position klar entschlossen und voll in meiner Ruhe.

00:14:07: Das ist immer der Standard-Satz.

00:14:08: und dann füge ich noch dazu, was vielleicht an der Bahn gerade noch so der Fokus ist.

00:14:12: Ich bin wirklich

00:14:14: glendig.

00:14:16: Man merkt die Akribilien hinter ihrer Arbeit und etwas, was ich auch über sie erzählt würde ist, dass Sie eine total ordnungsfemale haben.

00:14:23: Dass es sehr ordentlich sind!

00:14:24: Was gibt Ihnen Ordnung?

00:14:27: Was löst das aus in Ihnen?

00:14:28: Eine Ruhe- und Überblick- und Kontrolle.

00:14:31: Das kann ich jetzt nicht über meine Notizen behaupten... Doch

00:14:33: doch, das schaut schon schön aus.

00:14:35: Es zeigt nur, was wir im Perfektionisten sehen, weil das ist schon sehr schön.

00:14:38: Aber

00:14:38: grundlegend ... Auch beim Backen, wenn wir reisen.

00:14:42: Ich muss wissen, wo in welcher Tasche ist was drin.

00:14:45: Und auch wenn man von einem Auto wieder wegfährt, ich packe die Taschen so, dass ich weiß ... Wenn ich nach Hause komme, ist es da und kann eine saubere und ordentliche Tasche auspacken.

00:14:58: Weil das einfach Zeit spart!

00:14:59: Und ich finde es angenehmer.

00:15:02: Es sind meine Teamschärze, die mir ein bisschen am Monk waren.

00:15:04: Aber ich habe bewusst auch dieses Monkige etwas versucht an ... aufzubrechen.

00:15:10: Und das sind gerade so Sachen wie beim Training, wenn man Dinge mit der linken Seite macht und dann mit der rechten Seite, dass die genaue Anzahl passt.

00:15:19: Aber oftmals gibt es Trainingsphasen, wo was anderes ist zielisch und wo ich dann durchaus linke und rechte Seite unterschiedliche Wiederholungszahlen machen kann oder so.

00:15:30: Das sind solche Kleinigkeiten, die halt auch irgendwo mitspielen.

00:15:36: Ihr Partner ist Matthias Guggenberger.

00:15:37: Er war auch ein Top-Skelle-Tonatlet und ist mittlerweile beteiligt daran, sie zu einer Top-Atlätin zu machen vor allem beim Material.

00:15:46: oder bringt das sich mit ein?

00:15:47: Ja, er war ja ihr Trainer.

00:15:48: Ich glaube, vor dem Jahr zwanzigundzwanzig

00:15:50: ist es richtig.

00:15:52: Und vierzehn Jahre lang waren Sie zusammen und dieser Weg wo er ihr Trainer war hat dann aber auch zu einer kurzen Trennung dieser Beziehung geführt.

00:15:59: also... Ganz einfach ist es dann doch nicht immer, mit seinem Partner zusammenzuwarten.

00:16:04: Es war wirklich so, dass wir bis zum Jahr zwanzig sehr eng zusammengearbeitet haben und es ist oft schwierig zu finden wo die Grenzen sind.

00:16:13: Wo ist man dann Lebenspartner?

00:16:16: Und wo ist man Trainer?

00:16:18: Oft verschwind halt auch alles was aber auch voll okay ist weil das unsere Leidenschaft Ja, Leben für den Sport.

00:16:27: Umso schöner ist es natürlich, wenn die Wege wieder gemeinsam gegangen sind und ich habe auch gewusst dass sie im Materialsektor den Support zu hundert Prozent braucht weil gerade diese ganzen Weiterentwicklungen da steckt so viel Wissen drinnen.

00:16:41: ja das hat es gebraucht für die Goldmedaille und für das bin ich sehr dankbar.

00:16:48: Ihnen ist Beziehung sehr wichtig, ihnen ist Familie auch sehr wichtig.

00:16:51: Das merkt man vor allem auch ihrer Eltern und die haben sich getrennt vor einigen Jahren.

00:16:55: Wie hat das Ihren Blick aufs Leben und auf Beziehungen verändert?

00:16:58: Diese Entscheidung von ihren Eltern?

00:17:01: Es war für mich eine sehr schwierige Entscheidung von meinen Eltern.

00:17:05: Das Output war sehr schwierig für mich weil ich ja immer auf Saison war diesen Trennungsprozess als Kind oder als Tochter.

00:17:14: Ich war zwar schon erwachsen, aber nicht so wirklich miterleben können.

00:17:18: und dann waren auch neue Partner im Leben von meinen Eltern.

00:17:21: Und das war schon eine Situation mit der ich zu Haaren gehabt habe.

00:17:25: Aber schlussendlich hab' ich es echt toll gefunden und mutig gefunden dass sie sich den Raum ergeben und sagen okay Sie sind noch zu jung, dass sie nur nebeneinander her leben und sie möchten einfach ... Jeder soll einfach noch glücklich das Leben haben.

00:17:42: Sie möchten sich als Freunde begegnen, und es ist das Schäne, dass dies auch so ist.

00:17:48: Wir können Weihnachten zusammen feiern oder Familien feste gemeinsam feiern.

00:17:52: Das schätzt sie sehr.

00:17:54: Sie haben kurz vor den Spielen erfahren bzw.

00:17:59: damit umgehen lernen müssen, was ihre Mama Krebs hatte.

00:18:04: Jetzt sind sie ein Mensch, der gern Dinge kontrolliert und gern Dinge in der Hand hält.

00:18:08: Und da kann man dann einfach nichts machen?

00:18:10: Wie gehen Sie damit um?

00:18:13: Ja ... Es ist nicht immer leicht.

00:18:18: Man muss halt die Optionen sehen das gibt und eben einfach einen Gang runter schalten und das auch ganz klar analysieren im Endeffekt Schauen, was es gibt für Möglichkeiten.

00:18:31: Dass man wirklich in jedem Bereich versucht auch, das Beste auszuholen kann natürlich am Anfang auch überfordernd wirken.

00:18:40: Aber schlussendlich ist es glaube ich, dass man trotzdem motiviert bleibt und sich nicht anbeziehen lässt.

00:18:49: Wir haben die Mama gleich gesagt ... Ich kriege kein Mitleid, da gehen wir gemeinsam durch.

00:18:55: Das müssen wir durchziehen.

00:18:57: Die Mama ist ja auch so, dass sie uns Kinder nicht belasten will.

00:19:03: Da kommt die Mama einfach voll durch das alles, was nicht so super ist im Leben, mehr zu fernhalten von uns.

00:19:11: Aber in gewissen Punkten ist es nicht der richtige Weg, wenn man schon erwachsene Kinder sind.

00:19:16: Aber das ist natürlich ...

00:19:18: Und wir wünschen natürlich auf diesem Weg eine gute Besserung, auch in diesem Sinne.

00:19:23: Eine Sache, die ich ansprechen möchte und Sie werden da immer wieder darauf angesprochen – und ich möchte das eigentlich gar nicht so plakativ machen!

00:19:29: Aber ist das Shooting in Playboy?

00:19:31: Tolle Fotos.

00:19:32: Ich möchte aber nicht fragen warum sie damit gemacht haben, weil es ist ja absolut verständlich.

00:19:37: Sie haben auch gesagt, sie hatten Lust drauf, es war nicht Geld vorwegender Grund sondern mich wird interessieren... wie die Rückmeldungen waren?

00:19:44: Ob es nur positiv war oder ob da auch Querverbindungen zu Ihnen als Sportlerin gezogen wurden.

00:19:51: Ich habe eigentlich mit mehr negativen Rückmeltungen gerechnet, ich war sehr positive überrascht, wie diese Rückmellungen alle waren.

00:20:01: Im Vorfeld habe ich ja natürlich auch mit meinem Dienstgeber im Herd alles abgeklärt und auch mit Sponsoren und Partnern, weil man sich dem durchaus bewusst ... Ja, das ist jetzt nicht einfach ein Magazinshooting.

00:20:15: Das ist wirklich etwas Großes eigentlich und von dem her war ich sehr überrascht wie fein das Feedback eigentlich war.

00:20:22: Und ja vielleicht wollten es mal einige nicht sagen oder ich weiß es nicht

00:20:27: aber...ja

00:20:29: das hat mich schon selber überraschen muss ich sagen.

00:20:30: Aber hatten Sie das Gefühl?

00:20:31: Weil ich habe glaube ich auch mal gelesen dass da schon der eine oder andere dann gesagt hat, in den Jahr-Zwern-Zwerden war vielleicht nicht so groß.

00:20:37: Ja genau

00:20:37: das Thema.

00:20:38: Also das wird ja dann schon irgendwie Als Drund gesucht beim Hummeln vielleicht, dass ein oder andere so macht?

00:20:44: Nicht

00:20:45: notwendig.

00:20:46: Hatte

00:20:46: nichts damit zu

00:20:47: tun.

00:20:47: Nein eben das ist der springende Punkt im Nachhinein mit den Spielen.

00:20:52: Das habe ich aber im Vorfeld schon gewusst.

00:20:53: also falls das eintreten sollte und ich bin erfolgreich dann meinte es natürlich als Vorwand genommen.

00:20:59: Aber mein umfeld und mein engeres Umfeld haben wir einfach gewusst was Sache ist.

00:21:05: von dem her hat mir das eigentlich überhaupt nicht berührt.

00:21:08: Mir hat es ein bisschen geärgert, weil ich es schade finde, dass oft Dinge aus dem Zusammenhang gerissen werden.

00:21:16: Und das muss nicht sein!

00:21:18: Ich muss sagen der Weg, den Sie gegangen sind bis hierher ist ja noch höher anzurechnen bei dem wie schwierig es ist im Skelle dann auch zum Beispiel Geld zu verdienen.

00:21:26: Ich möchte das nur kurz für unsere Zusehrinnen und Zuseher in eine Relation setzen.

00:21:30: Gesamtwelt kann bedeuten fürs Sie circa acht bis neun tausend Euro wenn man den gesamten Weltcup über die ganze Saison gesehen gewinnt.

00:21:38: Das ist im Vergleich mit anderen Sportarten wirklich nicht viel?

00:21:41: Es gibt auch nicht dieses Startgeld bei uns, um von dem her muss ich wieder zurückgreifen, dass das Heere-Sport das Fundament und die Basis bildet, gerade eben für Nischensportarten sowie das Krelledonforn.

00:21:57: Jetzt haben Sie sich die Olympischen Ringe, wenn ich das richtig gesehen habe.

00:22:00: Tätowieren lassen?

00:22:02: Was ist denn passiert?

00:22:03: Das hab' ich wirklich nach den Spielen zweiundzwanzig gemacht.

00:22:06: Ich wollte es eigentlich gar nicht machen, weil ich das ein bisschen schickrisch ehhaft gefunden habe.

00:22:10: Aber ich hatte dann so einen Bauchgefühl gehabt und bin eine sehr intuitive Athletin.

00:22:14: Und ja ... Das war im Urlaub in Mexiko.

00:22:19: Da hab'n wir das Gefühl gehabt, ich kann sie eigentlich auch tragen.

00:22:22: Es geht nicht um das, sondern es geht um das was dazwischen steckt.

00:22:27: Jeder Athlet hat seine eigene Geschichte.

00:22:30: Das war für mich das Sinnbild dafür, meine Geschichte.

00:22:32: Sie waren

00:22:34: Vierfach-Europameisterin und haben viermal an olympischen Spielen teilgenommen.

00:22:38: Rang neun in Sochi, zwei vierzehn.

00:22:40: Rangs vier in Pyeongchang, Rang zehn in Pickling, zwei zwanzig.

00:22:44: Da war schon einiges dabei.

00:22:45: Jetzt kamen eben diese große Goldmitteile.

00:22:48: Die Erfolge stehen bei ihnen gar nicht so sehr am Vordergrund wieder weg.

00:22:53: Das, was einem jeder beibringt, wenn man erfolgreich werden möchte ist, dass der Weg viel wichtiger ist als das Ziel.

00:22:58: Und der Weg muss Spaß machen?

00:22:59: Ist es so bei Ihnen?

00:23:01: Ist das Ihr Weg gewesen, der das Wichtige war?

00:23:04: Viel wichtiger ist vielleicht die Erfolg am Ende des Tages.

00:23:07: Schon eigentlich ... Der Erfolg ist immer die Bestätigung zu wissen, was der Weg der Richtige war und das habe ich in meiner früheren Zeit gebraucht, dass man sich auch einsetzen kann für gewisse Dinge, gerade gegenüber Verbänden oder Strukturen.

00:23:24: Dazu braucht es einfach den Erfolg und es geht immer um die Qualität, der dazwischenweg den Weg zeichnet eigentlich.

00:23:34: Was möchten Sie noch verändern?

00:23:35: Was Strukturen bei Verbändens betrifft?

00:23:37: Oder vielleicht doch das Bild auf Frauen im Sport?

00:23:38: Was wäre Ihr Wunsch?

00:23:40: Ich glaube, es braucht generell mehr Sichtbarkeit für Frauen im Spot.

00:23:45: Wenn ich überlege ... Wir haben in Österreich die Trainerinnenanteil, und das ist sehr wenig.

00:23:53: Und die größte Dropout-Rate bei jungen Athletinnen und Mädchen zwischen den letzten drei Jahren.

00:23:59: Da braucht es eine Überlegung, wie man sie schafft, dass man die jungen Mädels und Jugendlichen darüber bringt über diese Zeit.

00:24:08: Und da braucht es Trainerinnen, die vielleicht einfach in gewissen Dingen mehr Gefühl und ein anderes Fachwissen mitbringen.

00:24:17: Ja, das ist ein Punkt zum Beispiel.

00:24:20: Und generell braucht es auch Medial mehr Aufmerksamkeit für die Frauen im Sport.

00:24:26: Wenn Sie sich selbst vor sich noch mal stehen hätten, dann sind wir so eine klischärfte Frage.

00:24:29: Aber was würden sie für einen Tipp mitgeben?

00:24:32: Um weiterzugehen und nicht aufzugeben?

00:24:34: Was ist der wichtigste Tipp für Sie?

00:24:36: Also das Allererstste Glauben an sich selber?

00:24:40: Man braucht das Vertrauen in sich selber vor allem.

00:24:43: Ich glaube, es ist ja mal das Grundlegende und das Wichtigste, was man einfach haben sollte.

00:24:48: Und dann braucht's Mut um Schritte zu setzen und Wege zu gehen, die vielleicht auch ein bisschen out of the box sein.

00:24:54: Und man darf sich auf keinen Fall oder man sollte sich ... Man sollte seinen Weg einfach treu bleiben und sich nicht von äusserlichen Meinungen rausbringen lassen und verunsichern lassen Weil ich glaube, die Sicherheit oder Unsicherheiten ist oft auch beim Mädels- oder Frauen schon ein Thema.

00:25:15: Da hilft aber das Vertrauen für sich selber und es ist ganz wichtig, dass man auf seine Instinkten und auf sein Bauchgefühl hocht.

00:25:23: Denn da haben wir Frauen wirklich ein gutes Gespür für gewisse Dinge.

00:25:28: Absolut!

00:25:29: Ganz genau so ist es.

00:25:30: Eine Sache, die fehlt.

00:25:31: Auf Ihrer Weite ist die Goldmedaille bei einer WM?

00:25:35: Ist das richtig?

00:25:35: Ja, genau.

00:25:36: Ich glaube,

00:25:36: Lila haben wir still am Nächsten.

00:25:38: Ist das klar?

00:25:38: Genau, im Febar ... Febarsiveinzig.

00:25:41: Sind Sie dabei?

00:25:43: Es ist definitiv gestecktes Ziel und da müssen jetzt die richtigen Schritte wieder setzen, dass wir uns das erfüllen können.

00:25:51: Haben Sie noch Lust?

00:25:52: Ja, also die Motivation beziehungsweise das Feuer brennt.

00:25:55: Ich habe Gott sei Dank nie Motivationsprobleme gehabt aber das Feuer bremst auf jeden Fall und vor allem nach so einer Saison.

00:26:03: Janine hat große Freude mit Ihnen bereitet.

00:26:05: Wir werden jetzt noch zum Ende unseres Gesprächs einen kleinen Eintrag machen.

00:26:09: Smile!

00:26:10: Perfekt.

00:26:12: So bitte schön.

00:26:25: Bitte einmal kurz vorlesen?

00:26:26: Danke für den schönen Tag im Riesenrad

00:26:29: Janine, ich hoffe wir haben nicht nur an der Oberfläche gekratzt sondern haben auch so wie Sie es gerne möchten ein bisschen hinter Sie als Menschen geschaut.

00:26:36: Hinter die Kulissen!

00:26:37: Herzlichen Dank dass Sie mir

00:26:38: da waren.

00:26:39: Vielen Dank

00:26:40: und auch an Sie meine Damen und Herren herzlichen Dank, dass sie heute mit dabei waren wie

00:26:44: immer

00:26:44: im Wagon-Achden-Solzig in dieser Tierskeitschaft Austria.

00:26:47: Bis zum nächsten Mal.

Über diesen Podcast

„Es lebe der Sport!“ – frei nach dem Motto von Reinhard Fendrich präsentiert das neue Sky Sport Austria Talkformat „RIESENrad – Sportgrößen im Waggon 28“.

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