00:00:01: Immer wenn man gegen Strom schmimmt, hat man mehr Gegner aus Feinde.
00:00:22: Herzlich willkommen auf Skysport-Auswärr!
00:00:23: Herzlich Willkommen in Waggonen, vom ältesten Riesenrad der Welt.
00:00:28: Heute haben wir einen Mann zu Gast, der seine Karriere mit zweimal olympischen Gold veredelt hat – zuletzt bei den Olympischen Winterspielen in Milano Quartina.
00:00:36: Es freut mich sehr, dass er heute hier ist.
00:00:37: Herzig Willkommen Benjamin Kahl.
00:00:39: Hallo?
00:00:40: Benjamin zurück in Österreich, in diesem Fall jetzt zurück in Wien.
00:00:44: Wie geht's Ihnen nach dem Olympischen Winterspiel?
00:00:46: Vor allem muss ich ganz sagen, ich bin ein bisschen grocky.
00:00:49: Es war sehr viel los, außer am achten war ja der Bewerb und ab dem neunten ist es losgegangen mit Empfängen, mit Presseterminen usw.
00:01:01: Und dann musst du nur mein Training noch reinstopfen müssen irgendwie weil wir haben noch sieben Weltkaps jetzt.
00:01:09: Unseres Sohn ist nicht vorbei.
00:01:10: bei uns geht's noch richtig um was.
00:01:12: Gesamtweltcup steht noch an Kugel im Riesental auf Weltcup wo ich überall noch voran dabei bin und mitmisch.
00:01:18: Der Fokus war ja schon eigentlich gleich nach dem Rennen wieder auf den World Cup bei
00:01:22: mir.".
00:01:22: Das heißt, gehen wir gleich dorthin?
00:01:24: Was ist das Ziel für diese Saison?
00:01:26: Ja, ich bin im Gesamtweltcup Dritter – mit wenig Abstand zum Führenden!
00:01:30: Und im Riesendoll auf der Weltcup führe die Liste an gemeinsam mit dem Roland Fischnaller.
00:01:38: Das waren so schön in meiner letzten Saison, Olympiasieger zu sein und dann vielleicht auch der Gesamtweltkappsieger.
00:01:44: Nur die große Kugel nach Hause zu bringen, das war natürlich ein Traum.
00:01:47: Auch wenn es super schwierig wird noch.
00:01:49: Aber schauen wir mal wie motiviert jetzt da die Italiener sind oder ob sie gebrochen sind nach der Olympia-Schlappe?
00:01:56: Das wäre auf jeden Fall die perfekte Saison für Sie!
00:01:59: Wir werden heute noch viel über Ihre Erfolgesprächen unter anderem auch über die Goldmedaillen arbeiten.
00:02:04: unserer Sendung beginne ich immer ganz gerne damit zu fragen woher die Begeisterung für den Sport kommt indem man erfolgreich ist, dem man ausübt.
00:02:12: Wie war das bei Ihnen?
00:02:13: Woher kommt die Begeisterung für Starbaden?
00:02:17: Ich glaube, die kommt ganz tief von mir selbst.
00:02:19: Von mir drinnen.
00:02:20: Mein Mama war ... ist ein Supersportlerin und extrem sportlich im Hobbybereich.
00:02:27: Und ich kann mich erinnern, ich war als Kind einfach jedes Wochenende ja irgendwo wandern meistens zwei Tage auf einer Hüttenüberlachtung usw.
00:02:35: Und ja, dadurch kommt auch die Leidenschaft draußen zu sein sich zu bewegen.
00:02:43: Und für den Winter tagt man am Mittag, wenn es richtig der Schnee knirscht.
00:02:49: Es kalt ist, Sonnenschein.
00:02:50: Das ist einfach einer der schönsten Gefühle, die man haben kann oder ich habe.
00:02:54: War dann klar, dass Snowboarden die Sportart sind, in der sie auch Talent haben und sich wohl fühlen?
00:02:59: Ist das relativ schnell gekommen dieses Gefühl?
00:03:01: Ich muss sagen, ich war nie der talentierteste.
00:03:04: Das hat hundert gegen eins Stimmen.
00:03:06: Das is nicht scharf!
00:03:08: Aber ich hab selber immer an mich glaubt... Ich habe der Mama mir erzählt als junger Bauer, ich werde mal ein Autosponsor haben und die Mama hat gesagt ja ich auch Bauer.
00:03:17: Und dann träumen wir weiter und so.
00:03:19: Obwohl mein Mama immer an mich glaubt hat und so.
00:03:21: aber bei so manchen Sachen hat sie doch das nicht ganz geglaubt.
00:03:25: Und hier hab' ich mir erst zehnjährige schon meine Ziele gesetzt.
00:03:27: Sie wollte dann bin ich das erste Jahr aus Norbert gefahren und da habe ich mir auf den Zettel geschrieben wie will ich das schnellste Snowboarder der Welt werden?
00:03:32: Und Olympia Sieger und Weltmeister!
00:03:34: Und seither verfolge ich diese Ziele.
00:03:39: Ich habe mich viel mit Ihnen auseinandergesetzt vor diesem Interview und das war eine Sache, die bei Ihnen total rausgekommen ist.
00:03:44: Dieses Visualisieren, dieses mentale Ziele setzen.
00:03:47: Woher kommt das?
00:03:48: Mit zehn Jahren, dass man sich so was schon aufschreibt...
00:03:51: Das ist eine gute Frage!
00:03:52: Das weiß ich auch nicht.
00:03:53: Das war natural born.
00:03:55: Meine Ziele zu manifestieren darüber nachzudenken und schauen den Weg dort hinzufinden war für mich ganz natürlich ...
00:04:02: Wenn man sich ihre Karriere anschaut, dann stehen da einige großartige Dinge drauf.
00:04:05: Dreiundzwanzig Weltkapsiege insgesamt fünfmal WM-Gold.
00:04:08: über die olympischen Medaillen sprechen wir nachher noch.
00:04:12: Was ist ja Antrieb?
00:04:13: Die größte Kraft der Mensch besitzt ist es die eigene Motivation und die Motivations kommt durch große Ziele Und ich habe mir immer eine riesengroße Ziel gesetzt.
00:04:26: wenn ich aus zehnjährigen Olympiasieger werden will Dann ist das halt ein Ziel, auf dem sie dann in Wirklichkeit fünf oder zwanzig Jahre hingearbeitet haben.
00:04:34: Das ist nicht was man sich heute wünscht und morgen bekommt, sondern es ist ein Ziel mit Up and Downs, mit schweren Zeiten, mit erfolgreichen Zeiten.
00:04:42: aber es ist auch langer, langer Weg und man darf halt nie abkommen.
00:04:46: Und auf diesem Weg, was würden Sie sagen waren die wichtigsten Schritte, die Sie gesetzt haben?
00:04:50: Dass Sie jetzt am Ende hier stehen und zweimal Olympia Gold geholt haben?
00:04:56: Nein ich hab immer an mich geglaubt.
00:04:58: einen schweren Zeit Haben
00:05:00: immer alle an sich geglaubt?
00:05:02: Je besser ich war, bin natürlich, dass du mehr haben an mich glaubt.
00:05:05: Aber am Anfang meiner Karriere haben eigentlich weniger an mir glaubt das an mich geglaubten.
00:05:10: Und da hat es zwei Leute gegeben die wirklich an me geglauben haben.
00:05:13: Das war im der ehrigen Weltmoment und mit ihm auch mal.
00:05:16: Der Rest dazu kann technisch das nicht und wegen dem wird er's nicht schaffen, aber jeder würde über jeden Stein aus dem Weg räumt Und ich bin halt einfach extrem ehrgeizig.
00:05:31: Ich bin behaulich und fokussiert, und ich glaube dass man fast jedes Ziel erreichen kann wenn man diese Eigenschaften besitzt.
00:05:40: Wie ist es bei Ihnen dann so was das Sie gern auch anderen beweisen die nicht an sich geglaubt haben?
00:05:45: Das war mein größter
00:05:48: Drei.
00:05:48: Ich habe über den Antrieb gefragt, wie ich mich mit Ihnen auseinandergesetzt hab?
00:05:52: Hab ich schon das eine oder andere Mal das Gefühl gehabt, dass Sie ein Mensch sind der auch anderen beweisen will?
00:05:57: und ich kann das.
00:05:59: Es ist schönste in dem Größten gefallen, den wir jemals ... Das erhält noch Sachen, das hab' ich nie verloren.
00:06:05: Den man wehr tun kann ist zu mir zu sagen, dass ich was nicht kann.
00:06:09: Das ist wirklich ein Geschenk!
00:06:11: Ihr Weg zu denen... Olympischen Goldmedaillen, der war nicht geradlinig.
00:06:15: Auch wenn sie es visualisiert haben ... Weil ihre erste olympische Medaille war ja im Jahr ZWC.
00:06:23: Und dann habe ich gelesen, dass Sie kurz vor den Spielen in Peking eigentlich schon aufgegeben hatten, dass sie jemals wieder Gold holen werden.
00:06:31: ist das richtig?
00:06:32: Ich bin aus eigener Schuld im Jahr zWC nicht Olympia-Sieger geworden.
00:06:36: Ich war da voller Favorit.
00:06:37: Ich hab jeden Hit dort vom Achtelfinale bis ins Finale auf beeindruckende Weise gewonnen.
00:06:44: Ich war da immer weit voraus vom Gegner und nur diesen einen Lauf, da ich ein Fehler drin gehabt habe und hab das verkackt weil mir einfach meine Emotionen damals übermand haben.
00:06:55: Wie ich wusste, ich gehe ins große Finale.
00:06:57: Das heißt es geht um Platz eins und zwei.
00:06:59: Da warst du auch, du hast fixer Medaille egal was du tust jetzt.
00:07:02: Du hast fixe Olympiamedalen und das war mit Mitte zwanzig Und da haben wir einfach meine Gefühle übermacht.
00:07:10: Dann bin ich in Sochi, habe es noch einmal probiert.
00:07:12: Da war aber eine sehr schlechte Saison, also zwei vierzehn war ja im Weltcup, da war ich irgendwo und bin dann sensationellerweise ... Ich habe mich dann auch unerwarteterweise mit Eilik bei den olympischen Spielen gehalten, muss man so sagen.
00:07:25: Danach habe ich es ein bisschen aus den Augen verloren weil mir gedacht hat wie wichtig ist es für mich Olympia-Sieger zu werden?
00:07:31: Wie verändert das mich als Mensch?
00:07:34: Wie veränderts mein Leben?
00:07:36: Und ich hab damals keine Ahnung gehabt davon.
00:07:38: Dann haben wir gedacht, das ist nicht so wichtig mehr für mich und meine Karriere.
00:07:42: Ich habe es dann ein bisschen aus den Augen verloren.
00:07:45: Ich bin dann in Björngchang, weil das nicht unbedingt mein Ziel war.
00:07:48: Das war ja sehr halbbrig nach Björgchang.
00:07:50: Da war ich vorher verletzt, bin kein einziges Welkerbrennen gefahren... ...und dann habe ich mir im Herbst noch mal Auto-Gold verliert, weil ich mir dachte, ob es geht.
00:07:56: Es geht nicht.
00:07:57: keiner redet von dem Olympia Sieg sondern jeder redet vor diesem Gold und der Goldmeteile.
00:08:01: Dann habe ich meinen Autos richtig kitschy goldvolliert Und das steht vor der Haustüre, die Serie dreißig mal am Tag mit den Feuern viel.
00:08:12: Das war einfach.
00:08:12: jedes Mal, wenn ich es gesehen habe, hab ich an Olympia gedacht und insgeheim wiedervisualisiert.
00:08:19: Es war dann ein Automatismus, der da begonnen hat und so Sachen.
00:08:22: Das waren also kleine Bausteinchen, kleine Baselteile, die dann ineinander gehilft sind.
00:08:27: Was verändert sich jetzt?
00:08:29: Mit einer goldene Teile oder einem olympischen Gold-Meteil?
00:08:32: Ich muss ehrlich sagen, dass ich in Becking im Jahr wieder in die Ziele gefahren bin.
00:08:37: Das war mein Emotional-Star.
00:08:39: Ich habe zwar zwei Kinder und so ... Aber das muss ich sagen, weil mein Emotional-Star Augenblick, den ich in meinem Leben gehabt hab... Emotional hast du Kinder?
00:08:47: Ja!
00:08:50: Kinder bringen gleichzeitig viel Verantwortung mit sich und Aufgaben und man weiß es, Leben verändert sie.
00:08:56: Ein bisschen ängste würde ich nicht sagen aber schon eine Riesenverantwortung.
00:09:01: Und bei der Goldmitteile war es einfach nur ein Release, eine Freude.
00:09:06: Mir ist dann mein ganze Karriere wie ein Film vor den Augen gelaufen und man hat sich gesehen ich war ja zum Weinen begonnen und nie mehr aufgehört.
00:09:16: Ich habe mir das Interview fast nicht reden können und das war schon sehr emotional.
00:09:22: Und dass die zweite goldmitteilige jetzt in Livinio so wichtig ist, das hab' ich nicht zu einem Schirm gehabt.
00:09:29: zur Legende macht, dass das untermauert, was ich mein ganzes Leben gemacht habe.
00:09:36: Dass die Leute das irgendwie gebraucht haben und überzeugt zu sein, dass meine Karriere so ist wie sie ist.
00:09:45: Das hab' ich nicht am Schirm
00:09:47: gehabt.".
00:09:47: Sind Sie zufrieden?
00:09:48: Weil das ist eigentlich die größte Frage, die man sich stellt, oder?
00:09:51: Ob man selbst zufriedene ist, ob man selbst genug hat ... sind Sie genügsam?
00:09:56: Sind zwei Mal Gold genug?
00:09:57: -"Zufriedenheit ist der größte Gegner des Sportlers".
00:10:01: Weil wenn du zufrieden bist, dann wirst du weich.
00:10:05: Dann bist du nicht so fokussiert und weniger motiviert, weil du hast ja schon alles.
00:10:10: Was brauchst du noch?
00:10:11: Nichts mehr.
00:10:13: Darum sage ich immer Niederlage macht die schneller und der Sieg macht die weicher.
00:10:19: Deswegen war er ganz glücklich, dass ich noch ein paar Mal an einem Deckel gekriegt habe jetzt da vor den Olympischen Spielen.
00:10:24: Weil man dachte, das macht mir richtig heiß und ärgert mich.
00:10:28: Und es ist gut, wenn ich verärgert bin, das ist ... Ist die
00:10:31: zweite Goldmitteile weniger besonders als der erste?
00:10:34: Mit jeder Wiederholung wird es ein bisschen weniger emotional.
00:10:37: Das hat man gut bei meinen ... Ich bin ja fünffacher Weltmeister und da bin ich zum Beispiel bei den Weltmeisterschaften schon so weit, dass obwohl nächstes Jahr Heimweltmeisterschaften sind, es für mich null Emotionen auslöst, wenn ich mir denke, ich hole dort noch mal WM-Gold und werde dort noch mein Weltmeester.
00:10:55: Das ist einfach für mich abgehakt.
00:10:58: Und das war auch der Grund, warum in letztes Jahr extreme Motivationsprobleme gehabt hat, letztes Jahr war ich auch WM.
00:11:05: Das ist nichts Besonderes für mich mehr.
00:11:08: Das sind die Emotionen verlangen über den Weg.
00:11:10: Aber wie konnten Sie sich dann für Olympia so motivieren?
00:11:13: Ja, weil Olympia einfach das Größte ist, was ein Sportler erreichen kann und ich habe im Sommer darüber nachgedacht und dann habe ich es auf einem engeren Umfeld.
00:11:21: Die Leute haben gesagt, jetzt wärst du noch mein Olympiasieger!
00:11:24: Und das hat mir ein bisschen gegend.
00:11:28: Ich habe das Märchen nicht mitgekriegt, was es für eine Heldensstory war für mich selbst.
00:11:35: Wir haben darüber nachdenken angefangen und haben dann gedacht, dass ist schon etwas sehr Besonderes – ein Tag in vier Jahren!
00:11:44: Wir haben ja nur einen Bewerb bei den olympischen Spielen und auch da in vier Jahre.
00:11:48: Sie
00:11:48: sind sechsmal am Start gestanden der olympische Spielen, glaube ich, und haben vier Medaillen
00:11:52: geholt?
00:11:53: Genau.
00:11:53: Das kann man alle vier Jahre wiederholen.
00:11:56: Also wenn ich nur das machen müsste alle vier Jahre, dann konnte mich mein Leben lang dafür motivieren.
00:12:02: Eine Sache, die medial total durch jede Zeitung, durch jeden Fernseher gelaufen ist – es war ja Jubel, sie sind jetzt schon hunderttausend Mal darauf angesprochen worden – war ein Tribut an Hermann Meier.
00:12:13: Ich glaube, er hat das im Übergang gemacht.
00:12:15: Hat er sich danach schon angerufen?
00:12:17: Wir haben kurz WhatsApp geschrieben!
00:12:20: Er hat mir gratuliert... und meinte, dass es was Besonderes ist an zwei verschiedenen olympischen Spielen Gold zu holen.
00:12:27: Und hat man gratuliert!
00:12:28: Das war schon genug.
00:12:30: Und der Jubel war geplant?
00:12:34: Also ich wollte das diesen Jubel schon sechs oder zwanzig Jahre machen.
00:12:39: und da sie ihn wirklich macht, das war ganz kurzfristig.
00:12:42: Ich bin im Halbfinale gestanden von Livinio und habe mir gedacht wenn ich jetzt gewinne... Wenn ich jetzt noch zweimal schaffe schneller zu sein wie mein Gegner dann reise ich mir die Wäsche vom Leib.
00:12:54: Wie war die Resonanz danach?
00:12:57: Da gibt es Leute, die sagen alles cool aber du hast jetzt zirke die Bitte wieder an und so weiter.
00:13:03: also diese Kommentare gibt's immer Aber ich habe das ganz ehrlich für keinen einzigen Menschen gemacht außer für mich Und
00:13:09: vielleicht für Hermann.
00:13:12: Ja, für ihr auch nicht.
00:13:14: Das ist natürlich ... das war mein Held in meiner Jugend Das kann man so sagen.
00:13:19: Der einzige Helde meiner Jugend Ja, war schon schön.
00:13:24: Man kann sich kaum vorstellen wie viel Spaß mir das selbst bereitet hat.
00:13:28: Was braucht es um in diesem Alter noch an der Spitze zu sein?
00:13:33: So viel zu sein so lange sich an der Spitze zu halten sind zwei Jahrzehnte unglaublich.
00:13:41: Es braucht immer wieder neue Ziele Neue Motivation Rückschläge.
00:13:45: Ich habe eine richtig bescheidene Saison hinter mir.
00:13:49: Das war ja um so drei, zehn, vierzehn.
00:13:51: War richtig schwierig.
00:13:53: Aber das habe ich jetzt gerade geschrieben, den Ballwerbenjagd, der ein sehr guter Freund von mir ist.
00:13:59: Der Olympia-Premiere gefeiert hat jetzt beim Skiberg steigen und keine Medaille geholt hat, obwohl sie eigentlich damit gerechnet haben.
00:14:06: Und ich habe ihm geschrieben, dass es zum Sportler da sein Schmerz dazu gehört und das stärkt nur im Charakter und macht uns besser.
00:14:13: Ich
00:14:13: hab das Gefühl, dass Sie auch sehr ... Sorgfältig damit umgehen, mit wem Sie Ihre Zeit verbringen.
00:14:19: Sehe ich das richtig?
00:14:20: Dass sie jetzt nicht jeden gerne auf sich
00:14:22: lösen.
00:14:23: Das wäre mein Gefühl von dem, was ich sehe und höre.
00:14:27: Ich bin nämlich da fast extrem in der Hinsicht.
00:14:33: Mein Umfeld ist sehr wohl bedacht und ausgewählt.
00:14:38: Mit Leuten, die mir nicht zum Gesicht stehen ... oder die negative Energie haben, oder die irgendwas haben, wo ich denke es ist nicht gut mit der Zeit zu verbringen.
00:14:49: Die schließe entweder wenn's geht komplett aus meinem Leben oder ich verbringe so wenig Zeit wie möglich mit ihnen.
00:14:54: Sie wirken mir ein Mensch, der einfach sehr genau weiß was er will und sie hat meinen Zimmerkollegen Avid Auna und ich habe eine kleine Überraschung mitgebracht von ihm weil ich glaube sie zwei verstehen sich sehr gut und deshalb schauen wir da
00:15:09: jetzt kurz rein.
00:15:10: Ja, wie so zuviel ich will.
00:15:12: Ich bin jetzt da.
00:15:14: Ich würde nochmal sagen, dir als Zimmer-Buddy zuhause ist einfach eine richtige Gabe und ein richtiges Geschenk!
00:15:21: Weil du kannst nicht nur gut zuhören, du gibst auch sehr viel.
00:15:25: und ich glaube wenn man dir das Gehör schenkt und dir zuhört und die verstehen will dann gehst du auf und dann kannst du einfach hier Wasserfall von deinem Leben erzählen und man kann aber auch nur von dir lernen wie es von Park Eins schon gemacht hat.
00:15:42: Und mittlerweile ist das auch schön, dass wir zusammen so eine gute Beziehung haben, dass man voneinander lernen kann miteinander lachen kann und
00:15:50: ja
00:15:52: alles liebe dir!
00:15:53: Also um zehn
00:15:56: wird schlafen gegangen, offensichtlich.
00:16:01: Um Punkt
00:16:03: zehn ist Licht aus, fertig!
00:16:05: Dann geht da vorne die Eisenbahn drüber...
00:16:07: Wie wichtig ist es für Sie, dass sie einen Zimmerkollegen haben oder generell jetzt im Weltkap generell in diesem Zirkus Menschen zu haben mit denen man sich wirklich gut versteht und dann immer noch vertranken?
00:16:18: Extrem wichtig weil du verbringst so viel Zeit mit diesen Menschen an Freund zu haben wie den Abit.
00:16:26: Für mich heuer zum Beispiel, für die heurige Saison, wo ich letztes Jahr so Motivationsprobleme gehabt habe.
00:16:31: Ich sind es der größten Geschenke und eine tolle Zeit.
00:16:34: einfach ein Quality Time wie man so schön auf Neudeutsch sagt.
00:16:38: Und er sagt auch wenn man ihn in den Gehör schenkt... Wenn man versucht, sie zu verstehen, dann erzählen Sie wie ein Wasserfall übers Leben.
00:16:45: Ist Ihnen das wichtig?
00:16:46: Dass Sie das Gefühl haben, dass Menschen versuchen, sich zu verstehen ...
00:16:49: Das ist mir extrem wichtig!
00:16:51: Weil in meiner Karriere und in meinem Leben eigentlich aufgefallen ist, dass dir sehr wenige Leute die Chance geben, richtig kennenzulernen.
00:16:59: Also so tiefgründig kennenzulernen... Die kratzen alle nur an der Ohrfläche und wenn einer das nicht passt, bist du entweder gut oder schlechter Mensch für sie.
00:17:07: Und in meinem Fall ist es eher so, Haut erst einmal abschälen muss, bevor man den richtigen Menschen kennenlernt.
00:17:16: Und die Chance kriegt man nicht vor so vielen Menschen im Leben.
00:17:19: Ist Ihnen das wichtig?
00:17:20: Dass Sie als Mensch so bleiben wie Sie sind?
00:17:23: Weil so wie Sie sprechen und so wie sie reden, Sie wirken nichts aus, wenn Sie sich verstellen?
00:17:27: Nein ich will mich auch nicht!
00:17:28: Also das war's Letzte.
00:17:32: Ich will ehrlich sein und ich will Ecken und Kanten haben... Ich glaube, ich polarisiere nicht absichtlich.
00:17:39: Aber ich habe einfach starke Meinungen zu gewissen Dingen und die kommuniziere ich auch.
00:17:43: Und das Schöne daran ist, dass sie die Menschen dann von selbst finden.
00:17:48: Und die Leute, die dann die gleiche Meinung haben oder gleich stark sind oder sich gleich starke Menschen dann finden.
00:17:55: Das sind auch die Menschen, die gerne in meinem Umfeld haben.
00:17:57: War das so der wichtigste Tipp in Ihrer Karriere?
00:17:59: Würden Sie sagen, wenn Sie sich jetzt geben würden ... Wenn Sie Ihr jüngeres Ich noch einmal vor sich stehen hätten... Nicht auf links und rechts hören!
00:18:06: Den Weg gehen, den man gehen möchte?
00:18:09: Im Nachhinein hätte es mir weniger zu Herzen nehmen sollen.
00:18:14: Wenn nicht jeder von mir Freund sein wollte und einfach das zu wissen, dass man die richtigen Freunde findet indem er so ist wie man ist dass sie dann irgendwann vor selber findet, das hätte mir damals viel geholfen.
00:18:30: Es ist total interessant, weil Sie auf der einen Seite sehr harte Schale haben und nach Ausmach sehr hart wirken.
00:18:37: Aber es ist Ihnen schon wichtig, was andere Menschen von Ihnen halten?
00:18:40: Nur meine besten Freunde und meine Familie!
00:18:43: War das immer schon so oder war das früher schwieriger für Sie damit umzugehen, wenn Menschen Sie nicht akzeptiert haben oder auch nicht an sich geglaubt haben?
00:18:50: Ich habe das gelernt auf die Hörterste Art und Weise.
00:18:53: In jeder Schule in der ich war, war ich Außenseiter.
00:18:57: Warum?
00:18:58: Weil ich
00:19:01: einfach ... Sie wirken nicht wie der typische Außeseiter, deshalb frage ich ja zu blöd nach!
00:19:05: Jetzt will jeder mit mir freuen sein.
00:19:06: Das ist auch klar in dem Zustand jetzt oder nicht jeder aber viele.
00:19:12: Aber damals als Kind, ich war einfach, weiß ich nicht... Das hat damit angefangen, dass immer der Liebling der Lehrer war.
00:19:17: Weil ich einfach so ehrgeizig war.
00:19:19: Ich war nicht der beste Schüler aber ich hab mir einfach eine gekenkt und habe halt zwei Wochen für Schule bei gelernt und war halt dann gut!
00:19:27: Und ich kann da ganz ehrlich nicht genau sagen warum das so war.
00:19:30: Aber das war, ich war als Typ anscheinend anders wie die meisten... ...und immer wenn man gegen Strom schwimmt, hat man mehr Gegner aus Feinde, das ist halt so.
00:19:38: Ich möchte eine Sache ansprechen, um den Juni-Zweißen-Einen-Zwanzig passiert zu sein?
00:19:42: der Autounfall, an dem sie beteiligt waren wo ein Mann ums Leben gekommen ist.
00:19:47: Sie sind aufgrund von Aqua-Planning in den Gegenverkehr geraten.
00:19:50: das ist natürlich ein unfassbarer Schicksalsschlag wenn durch so eine Sache dann auch jemand anderer stirbt.
00:19:55: wie hat diese Geschichte ihren Blick aufs Leben verändert?
00:20:01: Ich bin jetzt nicht überglücklich dass wir diese Geschichte aufwärmen weil es war einfach ein Schicksal Stark und alle Hater da draußen Das sagen, ich habe es nicht verdient vor allen Träger zu sein für Österreich.
00:20:13: Weil ich einen Menschen am Gewissen habe.
00:20:16: Das sollten einmal ganz genau die Geschichte und die Verhältnisse und die Umstände wie das passiert ist recherchieren und dann ganz schnell ganz ruhig werden weil dieser Tag war einfach schicksalhaft.
00:20:32: Es war... Ich bin da reingefahren in diese Lawinenverbauung Und vor der Lawinenverbauung war's Feucht, die Straße feucht.
00:20:44: Keine Anzeichen von Aquablanning oder sonst was.
00:20:47: und nach der Lawinenverbauung hat es zehn Zentimeter Hagel auf der Strasse gehabt.
00:20:53: Und man hat das auch nicht gesehen, weil's so gespiegelt hat beim Ausfahren aus der Lawinienverbauungen.
00:20:59: Dann war es für mich unmöglich mein Auto zu steuern.
00:21:04: Ich sehe mich ganz ehrlich ... nicht als Mörder.
00:21:09: Das muss ich sagen.
00:21:12: Das hat so sein sollen.
00:21:12: Es gibt auch noch Schicksals-Tage und ich habe so einen Riesenglück, weil diese Familie vom Opfer ist die liebste Familie, die immer das gibt.
00:21:27: Die haben mir das verziehen und wir haben Kontakt und das kann ich nicht angesprochen.
00:21:38: Der Grund, warum ich die Geschichte anspreche, ist auch nicht, weil ich sie darauf reduzieren möchte.
00:21:41: Genauso nicht wie auf die Medaille.
00:21:43: Sondern weil das von Momenten sind deren Leben prägen?
00:21:45: Wo man viel draus lernt wahrscheinlich auch oder zwischenmenschlich dann vielleicht doch mit der Familie?
00:21:51: Ich hab den Kontakt gesucht und das war schon eines der härtesten Tage meines Lebens.
00:21:55: Weil es ... Nichtsdestotrotz hat mir der Familie an Menschen weggenommen.
00:22:02: Und dass mich das so aufgenommen hat, war ein Geschenk ja.
00:22:09: Familie ist ein Stichwort, das im Genere sehr wichtig ist.
00:22:12: Sie sind meine Frau und zwei Kinder.
00:22:13: Was bedeutet Familie für sie?
00:22:18: Handwerk!
00:22:20: Zumindest sind sie ehrlich.
00:22:22: Jeder,
00:22:23: der was nicht sagen würde,
00:22:24: wird auch lügen glaube ich.
00:22:25: Wir haben gerade einen Motto bei Frauen.
00:22:27: Meine Frau hat eigentlich das Motto ins Leben gerufen.
00:22:30: Man erntet, was man sieht.
00:22:32: Weil sie ist jetzt Psychotherapeutin bei ihren Patienten.
00:22:41: Und das ist, glaube ich so der beste Spruch was man zur Familie einfallen.
00:22:46: Das ist harte Arbeit aber es ist mittlerweile.
00:22:49: meine Töchter sind jetzt dreizehn und sieben und es ist so viel mehr Geschenk als wie Arbeit mittlerweile dass es einfach nur eine Bereicherung für das Leben ist und ich glaube auch da sind des Lebens.
00:22:58: Jetzt ist es so dass Sie in Ihrer Sportart alles erreicht haben.
00:23:02: was man erreichen kann lässt da irgendwann die Motivation nach, sich noch weiter Ziele zu setzen.
00:23:08: Es ist für Sie klar, dass sie nach dieser Saison aufhören möchten?
00:23:11: Für
00:23:11: mich ist es schon lange an der Zeit aufzuhören und ich habe jetzt ein paar Jahre gebraucht, mich dorthin zu arbeiten, damit das auch mental für mich eine Rolle spielt.
00:23:20: Dass ich finanziell mir keine Sorgen machen brauche.
00:23:25: Viele Faktoren, weil man muss sagen, seit ich zehn bin ... Lebe ich dieses Leben und irgendwann muss sich dieses Leben verändern.
00:23:31: Das ist so, das ist die andere Seite der Erfolge.
00:23:36: Aber jetzt bin ich auch an einem Punkt meiner Karriere, wo man ein sehr schönes Gefühl ist.
00:23:40: Und ich arbeite akribisch gerade an meiner Radkarriere weil ich möchte unbedingt, wenn ich das mache, professionelles Umfeld haben.
00:23:49: Wenn ich das schaffe dann bin ich ab dem XXI.
00:23:52: März Radprofi.
00:23:54: Genau so ist es.
00:23:54: Es geht nämlich um Cyclocross, das richtig?
00:23:57: Also nehmen Sie uns da noch ganz kurz mit, woher kam die Idee ... Ich meine, dass sie gerne Radfahren haben wir ja schon gehört, aber das ist eine sehr eigene Art und Weise, Rad zu fahren oder?
00:24:06: Cyclo Cross ist querfeldein, wer das kennt.
00:24:08: Das ist wie Grosskontri nur von Rennrad mehr oder weniger mit ein bisschen breiterer Reifen.
00:24:13: Sehr wilde Sportart, sehr technische Sportart.
00:24:16: Und das ist eigentlich erst in den letzten Monaten gekommen seit Cyclicross im Raum steht, olympisch zu werden.
00:24:27: Seit ein, zwei Monaten steht das im Raum und in den Winterolympischen spielen.
00:24:33: Ich würde dort am Start stehen als Doppel-Olympiasieger am Tieren da im Rad voran.
00:24:41: Im Snowman aber ich werde dann am Rad an der Startlinie stehen Und das ist schon ein sehr großes Ziel.
00:24:47: und wie ich anfangs gesagt habe, ich brauche sehr große Ziele um mich zu motivieren.
00:24:51: Das wäre ein riesen Riesen-Riesenzielt!
00:24:53: Da bin ich jetzt schon ganz krippelig und da reden wir jetzt schon die Ganslhaut auf und da freue ich mich jetzt schon wie ein kleines Kind wenn es klappen
00:24:59: würde.".
00:24:59: Sie haben es gerade gesagt, Cyclocross steht eben so wie Crossrunning vor der Aufnahme des Olympischen Programms für die Winterspiele im Jahr zum Jahr-Zwischen, während gleichzeitig der Parallel Riesenslalom seit vergangenem Herbst auf der Watchlist vom IOC bezüglich des Verbleibts steht?
00:25:14: Was würden Sie denn dem IOC empfehlen, um damit die Sendung jetzt abzuschließen?
00:25:19: Ich würde den EOC empfählen, dass er ganz genau hinschaut auf dieses Sportart.
00:25:23: Die grandiose ist... ...die weltweit gefahren wird.
00:25:26: der Jake Burton, der das Snowboard erfunden hat.
00:25:29: Das war die erste Disziplin, die damals gefahren sind.
00:25:33: Und kaufen wir es einfach Was wunderbares, was eigenständiges ist.
00:25:40: Wir machen nicht Tricks beim Big Air und dann beim Slopestyle wieder und so sondern wir sind ein eigenständiger Sportart.
00:25:46: Wir können uns gar nicht aus Disziplin sehen des Snowboard Sports.
00:25:49: Wir sind eine eigene Sportart Und ich bin sehr auf der Seite dass das Olympisch bleibt
00:25:59: Wenn euch.
00:26:00: das hat großen Spaß gemacht mit ihnen, herzlichen Dank.
00:26:04: Zum Schluss unserer Sendung gibt's wie immer den Eintrag in unser Gästebuch der Riesen.
00:26:11: Bitte schön gerne einen kurzen Eintrack auf dieser Seite.
00:26:14: Jawohl!
00:26:21: Fertig!
00:26:23: So bitte einmal vorlesen was drin steht?
00:26:25: Wie idyllisch kann der Prater sein weil es ist kein Mensch da und es ist ein schöner Sommertag in Wien Es ist kein Nebel und es is richtig geil.
00:26:35: Und ja danke ich komme wieder wenn ich halb.
00:26:38: Herzlichen Dank, dass Sie da waren.
00:26:40: Heute bei uns im Wiener Riesenrad hat große Freude bereitet und ich
00:26:43: hoffe Ihnen auch.
00:26:44: Meine Damen und Herren, schön, dass auch sie wieder mit dabei war.
00:26:46: Bis zum nächsten Mal!