00:00:01: Ich habe einige Rennen abgeglattet, wie man es so schön sagt.
00:00:05: Aber ich habe einige sehr geile Rennen aufgeliefert.
00:00:22: Meine Damen und Herren, herzlich willkommen auf Sky Sport Austria!
00:00:24: Herzlich Willkommen im Wiener Riesenrad, wo wir heute eine Größe des österreichischen Skisports bei uns zu Gast haben.
00:00:29: Und ich kann Ihnen sagen, als eine größte Erfolge sind Filmreif.
00:00:33: Unter anderem werden wir heute erfahren, wie man es schafft die Streif zu bezwingen mit einem Bandscheibenvorfall und sie dann auch noch zu gewinnen.
00:00:40: Es freut mich sehr, dass er heute hier bei uns zu Gast ist.
00:00:42: Herzlich willkommen, Hannes Reichelt!
00:00:44: Hallo, danke für deine Einladung.
00:00:45: Schön, dass Sie sich die Zeit genommen haben aus Innsbruck heute extra angereist mit Blick über Wien.
00:00:51: Sie kommen aber aus den Bergen fühlen sich dort wahrscheinlich wohl aus in der Stadt oder?
00:00:55: Ja also wohl definitiv, aber das Wien hat doch immer eine Reise wert.
00:01:01: Wie würden Sie sagen, dass aufgrund Ihrer Herkunft und der Berge, wo das Wetter meistens schön ist als bei uns, wobei der Ausblick ganz toll ist ein Grund für Ihren Wunsch war Skifahrer zu werden?
00:01:12: Dass ich Skifahrer oder Rennfahrer waren bin, war durch spezielle Situationen.
00:01:18: Ich war ja auch schon mal in Saalbach hintergeklemmt die Weltmeisterschaft.
00:01:23: Da war ich gerade zehn Jahre alt und da sind wir mit dem Ski-Club dort gewesen.
00:01:26: Wir haben live zugeschaut im Riesentalauf und da war ich total beeindruckt, wie der Rudi damals Riesental auf Weltmeister geworden ist.
00:01:37: Zweites Idol, damals Stefan Ewerhater, der als Doppelweltmeister in dem Jahr waren.
00:01:46: Das waren zwei Vorbilder für mich, die mich nach über Jahren hinweg motiviert haben das auch zu machen.
00:01:57: Jahrzehnt später war ich mit Stefan Ewer im Weltcup gemeinsam am Stockhaal.
00:02:04: Da haben wir das erste Mal gedacht, jetzt bin ich genau dort wo ich
00:02:06: hinwollte.".
00:02:08: Das sind schon ganz besondere Momente, oder?
00:02:10: Was geht da in einem Voran?
00:02:11: Wenn man dann so spürt hat sich das eigentlich erfüllt was man sich gewünscht hat?
00:02:16: Ja wenn man mit seinem Kindheitsidol zusammen bei einem Workuprennen am Stockhaus steht, das Foto habe ich jetzt nicht mehr zu Hause und da kriege ich jetzt noch immer Gansel halt weil es einfach ... Wirklich so.
00:02:29: Wenn man sich als Kind denkt, das mächtet ihr mal schaffen und es wirklich auch schafft ... Das ist sowas Schönes eigentlich.
00:02:37: Und alles was dann gekommen ist, war irgendwie noch ein bisschen eine Traufgabe.
00:02:43: Total schön und was total Besonderes, was sie da geschaffen haben.
00:02:47: Am Weg dorthin, was würden Sie sagen?
00:02:49: Waren die entscheidenden Momente?
00:02:50: Sprechen wir vor allem von Kindheit-Jugend wo sie als Talent entdeckt wurden damit sie dort hinkommen.
00:02:57: Mit sechs Jahren bin ich vom Skiklub-Trainer entdeckt worden, also bei der Ortsmeisterschaft in Radsstadt.
00:03:04: Der hat zu meinen Eltern gesagt, sie wollten es nicht in Hannes zum Skikluptraining schicken, weil er einen Talent hatte.
00:03:09: und dann hat der heißt German Bauräcker.
00:03:12: Und der German hat mich eigentlich echt über Jahrzehnte hinweg begleitet und gefördert und da hat's auch Situationen gegeben wo ich ... Aber nicht so leicht gehabt.
00:03:27: Da wär ich aus dem Landeskader rausgefallen, weil die sportlichen Leistungen nicht gepasst haben und da hat sie der German total für mich eingesetzt, dass er im Kader drin bleibt.
00:03:37: Das war der erste Ding, wenn ich da rausgefahren war.
00:03:41: Vielleicht hätte dann gesagt okay, ich lass das Skifahren interessieren.
00:03:45: Wie war das bei Ihnen vor allem jetzt in der Jugend zu Beginn?
00:03:50: Da hatten wir sicher auch mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen Gerade wenn man an Kinder denkt, da geht es auch manchmal böse her.
00:03:59: Was haben Sie für Erinnerungen dran?
00:04:00: War der Weg immer geeignet und einfach bei Ihnen oder gab's Herausforderungen?
00:04:06: Ja im Jugendbereich oder Kinderbereich.
00:04:09: Man ist hier im Landeskader mit ... was ist das, acht, zehn Jahren ist man ungefähr.
00:04:16: Dann fährt man auf die ersten Kurse.
00:04:19: Wenn man von Typ her ... Ich weiß nicht, wer ist der, weil ich nimmer glaube eher ... ein sehr zurückhaltender Typ ist und ruhiger, dann werden wir heute manchmal auf die Probe gestellt.
00:04:31: Das
00:04:32: heißt?
00:04:32: Ich
00:04:32: glaube wird in der heutigen Zeit unter Mobbing gefallen.
00:04:35: Gibt es konkrete Erlebnisse an diese Sicherinnen?
00:04:37: Verschiedenste Sachen.
00:04:40: Früher hat sich eine Sache gegeben wie Bastern oder unter die Dusche stellen.
00:04:47: Also das ist eigentlich ... Für selbst so dran, wollen sie das probieren mit dir zu tun.
00:04:54: Brutalschlecht!
00:04:56: Aber ich hab irgendwie aus dem schon meine Motivation auch gezogen.
00:05:01: Ich hab mir gedacht, es hat's gemeinsam ja, ich soll jetzt einen Kauf der Schiebisten
00:05:05: haben.".
00:05:05: Es spricht aber auch für ein sehr starkes Selbstbewusstsein oder?
00:05:09: Das muss man mal aushalten in dem Alter.
00:05:10: Ja, es war nicht leicht und ... Das waren vielleicht ein paar Personen... Aber es hat noch viele Nette gegeben.
00:05:20: Das andere ist einfach ein Machtkampf, das fängt im Kindesalter an ... Weil die haben auch gesehen, der Hannes, da ist eine Konkurrenz für mich.
00:05:30: Der kann gut werden oder?
00:05:32: Was war bei Ihnen Ihrer Meinung nach der Unterschied zu denjenigen, die es nicht geschafft haben, dass Sie an die Spitze gekommen sind?
00:05:39: Ich habe ein klares Ziel gehabt.
00:05:42: Das war immer Weltmeisterlernen.
00:05:46: Also das Kind, also der Kindheitstraum, den ich damals in deiner Neunzehnte gesehen habe.
00:05:54: Das möchte ich mal tun.
00:05:55: Der hat sich immer im Kopf so manifestiert.
00:05:59: Sie haben schon einen ihrer größten Erfolge angesprochen?
00:06:02: Ich möchte die drei Großen mit ihnen ein bisschen durchgehen.
00:06:05: Es sind alle drei Rennen!
00:06:08: verfilmbar, in einem großen Blockbuster.
00:06:11: Beginnend mit dem Jahr die Super G-Kristallkogel geholt haben.
00:06:16: Wenn wir das jetzt chronologisch durchgehen ... war ein absoluter Krimi um einen Punkt.
00:06:21: Haben Sie damals geholt und zwar gegen die Dirk Hüsch?
00:06:25: Können Sie uns diesen Tag noch mal mitnehmen?
00:06:27: Ich habe es beim letzten Rennen geholt im Bormirr.
00:06:29: Zwei Jahre davor war ich schon relativ gut in der Super G Wertung vor dem letzten Super G ziemlich vergeigt und bin nicht unter die drei gekommen.
00:06:41: Ich war dritter glaube ich vom letzten Rennen, die der Kisch hat geführt, neunundneinzig Punkte von mir.
00:06:48: Und habe mich nur gedacht, na, ich will jetzt unter die Drei bleiben, gell?
00:06:51: Und habe in Borussia dann den Super G gedacht okay, das beste Variante ist, ich gebe jetzt einfach Gas und schau da, dass sie das Rennen gewinnen, auch wenn ich sicher unter die Trei.
00:07:03: Aber ein super Lauf erwischt, also natürlich bau ich mich an dieser Strecke die ein Techniker wie mir gelegen ist und hab eigentlich an dem Tag geniale Abgliefert.
00:07:14: Also im Nachhinein habe ich mir gedacht ja Wahnsinn!
00:07:18: Ich habe nie den Druck verspürt, ich muss jetzt da cool gewinnen.
00:07:22: mit meinen Kollegen habe ich noch geblödelt.
00:07:26: Ein paar Tage vorher, ja neunundneinzig Punkte werden für den Küsch nicht genug sein aber auf selber eigentlich nicht daran gedacht.
00:07:33: Ja, weil dafür hat er ja wirklich weit nach hinten fallen müssen.
00:07:36: Genau!
00:07:36: Er hat aus der Top-Fünfzehner fallen müssen, dass man keine Weltkarpunkte macht und die Möglichkeit oder die Chance auf das war sehr, sehr gering.
00:07:51: Und dann ist da diese Küche gekommen und da haben wir schon gemerkt was mental das mit ihm gemacht hatte.
00:08:00: Das unbedingt nach Hause fahren.
00:08:02: Und hat dann runterbremst, ich bin da am Liederbord gestanden und denke mir, der fahrt runter wie ein Schiller.
00:08:08: Das gibt's doch nicht!
00:08:09: Daher haben wir in Meier sogar zu mir gesagt, das geht sich aus.
00:08:16: Wir waren total mitgefiebert unter die Fünfzehn.
00:08:21: Aber es ist ja noch Daniel Albrecht, der Herr Kämmerer Schweizer.
00:08:25: Der bekam den Funkspruch vom Cheftrainer.
00:08:30: Dani, du musst bremsen.
00:08:33: Das war kurz vor dem Start.
00:08:33: Wahnsinn,
00:08:34: dass so was im Skifahren auch gibt?
00:08:35: Man kennt das aus der Formel I
00:08:37: ... Total!
00:08:37: Und Dani ist rausgestartet zuerst mit der Absicht.
00:08:41: Ja okay, ich fahre gemütlich.
00:08:44: Und irgendwie während den Laufern, da habe ich gedacht, nein, ich bin ... Also ein Skifahrer ist mir doch ein Einzelsportler und hat dann Gas gegeben und in die Kirche stand auf dem sechzehnten Platz gefahren.
00:08:56: Und dann dieser Kugel in den Händen zu halten war für sie wahrscheinlich auch was ganz Besonderes.
00:09:01: Ja,
00:09:01: definitiv!
00:09:03: Sie ist ja sportlich gesehen so ein Kugeln hat ja einen Riesenstellenwert weil das ist nicht eine Momentaufnahme vom Tag sondern die ganze Saison musst du abliefern.
00:09:14: und ich hab einige Rennen abgeladet wie man es schön sagt aber ich habe einige Rinnen ziemlich geil abliefert.
00:09:23: Dann kommen wir zu Kitzbühl, wenn wir bei diesen großen Momenten bleiben.
00:09:27: Das war dann zwei, drei, vierzehn, also ein paar Jahre später, wo sie die große, wichtigste Abfahrt im Jahr gewonnen haben.
00:09:35: Ich habe mir die Abfahrtsgäste noch mal eingeschaut.
00:09:38: Es ist unfassbar, wenn man sich vorstellt, dass Sie eine Bandschraubenvorfall hatten und wie Sie da runtergefahren sind.
00:09:44: Nehmen Sie uns bitte mit!
00:09:46: Ja, das hatte ich ja schon länger mit dem Rücken.
00:09:50: Das ist sicher in den Monaten davor immer wieder Rückenprobleme gehabt, aber im ersten Training Kitzbüll hat man während dem Training noch mal einen Schlag verpasst.
00:10:00: Und es war auch von der Schmerzen vor erträglich zu unerträglich.
00:10:06: Also vor der Abfahrt nach?
00:10:07: Vor der Abahrt nach.
00:10:09: Ich gehe besichtigen und dann sage ich kann nicht fahren, das tut mir einfach zu weh.
00:10:15: Dann bin ich auf die Einfahrstrecke mit meinem Schwiegervater.
00:10:23: Dann war es so, dass ich erste Fahrt total weg hab.
00:10:27: Zweite Fahrt hat nach einem der Schwiegerfahrten gesagt, probier mal gebückt, da gehts ja besser.
00:10:32: Und zweite Runde?
00:10:34: Super!
00:10:35: Keine Schmerzen, gell?
00:10:36: Gebückt funktioniert.
00:10:37: Passt,
00:10:38: so fahren wir.
00:10:39: Dann bin ich noch eine Runde frei gefahren,
00:10:41: das
00:10:42: nochmal zu versuchen oder auch zu verinnerlichen wie zum Fahren habe ... So vier Minuten vor dem Start, da steht man eigentlich schon im Stadthaus drinnen.
00:10:50: Ich bin in die Ski reingang und denke mir, die Schmerzmittel haben wir gerade ausgelassen.
00:10:56: Also ich hab richtig einen Weg gehabt.
00:10:58: Dann habe ich mir wirklich im Gedanken ein paar Passagen ausgesucht, wenn ich dort einen Schmerzwerspür nachher schwinge dort ab.
00:11:06: Und bin auch an einem Starkstand, dann bin ich bis zehn Sekunden vor dem start nur auf den Stecken gelehnt Um den Rücken zu entspannen, dann bin ich losgestattet.
00:11:21: Mit dem Fokus, was ich bei einem Anfang gesagt habe, schön gebückt und dann tut es nicht weh.
00:11:28: Dann bin ich die ganze Strecke runter, keinen Schmerz verspürt durch das Ziel.
00:11:35: Wenn du durchs Ziel fast schaust auf die Zuschauer ... Und wenn die jubeln, dann ist es so gut zu zeichnen.
00:11:41: Die haben wir gejubelt!
00:11:42: Dann denk ich mal, geil oder?
00:11:43: Vielleicht sogar ein Stockerlplatz, gell?
00:11:45: Dann schwinge ich ab und schaue auf die Zeit dafelgrün aus der Platz.
00:11:50: Fack, Entschuldige den Ausdruck... Aber das werde ich nicht dieses Rennen gewonnen haben, gä?
00:11:57: Und dann jubelte ich es so, ggä?
00:12:01: Das dort herzwehre.
00:12:03: Nach einem halben Mal wirklich einmal lange nichts ankehren lassen habe zwar ... ich hatte total Schmerzen.
00:12:10: Ich bin dann beim Interieur auf dem Ski gelähnt und auf dem Stock gelähmt, stand bei einem Interieur und habe so ein Interieur gemacht.
00:12:20: Beim Liederbord bin ich gehockt.
00:12:22: Da sitzen jeder halt mal, die sind so emotional dabei.
00:12:25: Ich war einfach nicht mehr da standen.
00:12:27: Meine Frau hat gesagt, sie ist Ärztin auch.
00:12:30: Er sagte, es stimmt was nicht.
00:12:32: Du musst das unbedingt
00:12:33: anschauen.".
00:12:34: Zwei Tage später ... zum Dr.
00:12:37: Michael Gabel in die Kettenbrücke, und man denkt ja, machen wir da immer ihr.
00:12:43: Dann hat er sich das angeschaut und hat dann zu mir gesagt, kann ich den nicht noch zur Olympia fahren lassen?
00:12:51: So kann ich dir keinen Sportfreigabe
00:12:53: geben.".
00:12:53: Und so ein Teil der Bandscheiben war frei im Nervenkanal drinnen.
00:13:01: Das hätte alles Mögliche verursachen können vor Imputenz ... Inkontinent, Gelehmtheit.
00:13:11: Es war eine schwierige Entscheidung zu dem Zeitpunkt aber die einzige richtige Entscheidung, dass ich einfach die Saison beende und nachher nicht zur Olympia fahre.
00:13:21: Hat sich's ausgezahlt?
00:13:24: Ja, definitiv!
00:13:27: Ich weiß nicht, ob ich mit diesem Wissen, was ich jetzt habe würde, wahrscheinlich nicht mehr fahren.
00:13:31: Aber damals ... Definitiv die beste Entscheidung.
00:13:35: Und in Sochi hat ihr Zimmerkollege ... Sie haben es vorher angesprochen, die waren nicht mehr wichtig für sie.
00:13:39: Welchen Sie sich da aussuchen?
00:13:41: Ein Zimmerk Kollege, der Abfahrt gewonnen ist von Matthias Meier.
00:13:44: Haben Sie zuschauen können beim Rennen selbst?
00:13:46: Wenn dein Zimmerk kolleger dann Olympia-Sieger wird und du eigentlich in der Form deines Lebens zuscharen musst, das hat wirklich mal zwei Wochen gedauert, wo ich mir gedacht habe, warum kann ich da nicht dabei sein!
00:14:02: Irgendwann hat aber das Mental schon so umgeschlagen, dass man denkt, es ist cool.
00:14:08: Das ist eigentlich der Fremdvertier.
00:14:10: Ich freu den mit dem und es ist nachher so, dass du denkst, du hast in der Mannschaft ein Olympiasieger oder einen Benchmark auch.
00:14:18: Und so kannst du dich dann gegenseitig buschen und jeder profitiert
00:14:21: davon.".
00:14:22: Aber sie verbindet bis heute eine Freundschaft mit Matthias Meier und deshalb habe ich ihnen noch eine kleine Überraschung mitgebracht.
00:14:31: Ich weiß nicht, ich liebe Sky-Zuseherinnen und Zuseher.
00:14:36: Aber gefreit mich sehr!
00:14:38: Hannes, dass du da heute das Interesse machst und dass du uns auf Freundschaft und Kollege Javier
00:14:43: Netto
00:14:44: über die Jahre so erwähnst, auch von meiner Seite große Freude mit dir gemeinsam in der Zimmer gewesen zu sein und auf der Strecke haben vieles lernen können.
00:14:58: Von mir bin da als junger dazukommen.
00:15:01: Klaus Mannig ist gezahlt und hat mir in meiner Karriere natürlich viel weitergeholfen.
00:15:08: Und wenn ich zur Carina jetzt vor zwei Wochen, wo man es haben kann, getroffen haben gemeinsam die Abfahrten auch nochmal raufgekutscht sein und über alte Zeiten ein bisschen geplaudert haben, das ist immer wieder schön, mich zu treffen und dich zu sehen.
00:15:25: Ich wünsche euch noch ein schönes Interview und alles Gute.
00:15:30: Ciao!
00:15:31: Wie wichtig ist es, dass man solche Verbindeten im Ski-Zirkus hat?
00:15:35: Sehr wichtig.
00:15:38: Mit den Zimmerkollegen muss ich mehr als nur der Sport verbinden.
00:15:43: Da musst du eine Freundschaft haben, weil mit denen bist immer beieinander, damit dir das voll nett ist und er viel von mir gelernt hat.
00:15:56: Das glaube ich ... Ein hohes Kompliment für mich.
00:16:02: Was sind so die größten Herausforderungen im Ski-Zirkus?
00:16:06: In diesem Umfeld für Sie persönlich gewesen, war der Druck das viele nicht zu Hause sein ...
00:16:12: Der Druck, ja aber eher nicht der Druck von außen oder auch nicht der eigene Druck sondern der Druck dass man ans Limit gehen muss um vorne mitzufahren.
00:16:25: als Beispiel in Kitzbühlen Wenn du dort auf Stockholfahr merkst, dann musst du wirklich ans Limit gehen.
00:16:32: Das heißt der Grad zwischen Sieg- und Niederlage oder gute Platzierung und Abflug ins Netz ist sehr schmal.
00:16:41: Oder es kann auch sein dass die Abwürfte unter Verletzung und die ganze Saison ist vorbei.
00:16:47: Da sie immer zu buschen, ans Limi zu gehen, ist kräftig raubend!
00:16:54: Das war zum Beispiel in meiner letzten Saison, bevor ich aufgehört habe.
00:16:58: Ich hab gemerkt, okay ... Ich kann das nicht mehr lange machen.
00:17:02: Ich kann mir nie mehr so buschen, dass ich ans Leben gehe und dann ist einfach der Zeitpunkt gekommen, dass man dann aufhört.
00:17:11: Waren da vielleicht auch die Kinder dafür verantwortlich?
00:17:14: Dass man dann so einen Gedanken regt?
00:17:15: Sie haben eine Kleinigkeit mitgebracht von einem ihrer Söhnen?
00:17:19: Genau, das ist der Jacke!
00:17:21: Ein Jagd, das ist ein Kuscheltier von meinen Kleinen.
00:17:25: Das hat Karsten sowieso was persönliches mitgenommen.
00:17:29: Jetzt hab ich daheim kurz vorgebracht nach und hat dann Niklas gesagt ... Nimm ein Jacke!
00:17:35: Mit der muss er einmal nach Wien.
00:17:39: Waren die Kinder eben wie gerade gesagt auch einen Grund dafür?
00:17:42: Diese Geschichten, die man ihnen erzählt, diese Dinge, die ihr erlebt, etwas, was verändert im Kopf?
00:17:48: Also in ... Den Moment, wo ich sage okay, ich höre auf habe immer nicht gefragt, dass irgendwie die Kinder oder Niklas der Grund war warum das ja aufhört.
00:18:01: Weil ich in Eindruck gehabt habe, dass mir das jetzt nicht irgendwie heimt oder mehr zum Nachdenken anregt.
00:18:10: aber mit ein bisschen Distanz zu dem glaube ich schon aus im Hinterkopf das ein bisschen mitspielt
00:18:15: Gab es einen entscheidenden Moment, an dem Sie sich erinnern können?
00:18:19: Wo Sie vielleicht in den Start gegangen sind oder ein Gespräch geführt haben.
00:18:23: Wo Sie diese Entscheidung getroffen haben?
00:18:25: Zwei Momente!
00:18:27: Das war bei die zweischwierigsten Abfahrten im Weltkampfwinter.
00:18:31: Es ist erstens in Bormir.
00:18:33: Es war wunderschönes Wetter.
00:18:34: Ich bin im Zimmer gesessen, bevor ich zum Start rauf war und habe mir gewünscht, dass Rennen aufgesagt wird.
00:18:41: Da haben wir schon gedacht ... Die Einstellung passt gerade nicht.
00:18:45: Und dann in Kitzbühl bin ich mit meinen jungen Kollegen im Warmerbraum zusammengesessen und nach einem MySki-Club-Kollegen.
00:18:55: Der Neumeier Christoph sagt zu mir, dass du das noch immer anders hast.
00:19:01: Und ich habe mich nicht gedacht wie recht du hast.
00:19:07: Jetzt war ich aber so innerlich, hab ich mir nachher gedacht Ich fahre jetzt die Saison fertig Aber noch eine Saison mehr mental immer wieder so vorzubereiten, dass ich ans Limit gehe.
00:19:20: Das schaffe ich einfach nicht mehr.
00:19:21: Und man muss ja auch sagen sie haben in ihrer Karriere auch ihren großen Kindheitstraum erfüllt.
00:19:26: um diesen dritten großen Erfolg auch noch auf jeden Fall erwähnt zu haben Sie sind nämlich Weltmeister geworden und zwar war das zwei tausend fünfzehn.
00:19:33: da machen wir jetzt nochmal eine Sprung zurück weil das war in der Saison wo sie eigentlich zurückgekommen sind nach diesem Bandscheibenvorfall.
00:19:44: Was bedeutet das, ist diese Goldmedaille über alle anderen zu stellen für Sie?
00:19:47: Weil es eben der Kindheitstraum war.
00:19:49: Ich sage, jede von die drei Geschichten hat einen eigenen Regisseur und ich würde keine für andere eintauschen oder Ähnliches.
00:20:01: Und der Sieg bei der Weltmeisterschaft ist natürlich ein Kindheitstraum gewesen.
00:20:08: Das ist mir erst eigentlich in Nachhinein bewusst geworden Wie wichtig eigentlich der Sieg für mich war.
00:20:16: Und ich bin da zu den Rennen hingang, im Februar als einer der Topfavoriten.
00:20:24: Viele Kritiker und viele Sachen haben man versucht, mich darauf am Weg dorthin wegzustoßen oder abzubringen.
00:20:37: Nachher habe ich aber doch den Fokus und Mental mir so vorbereiten können.
00:20:41: Und den Fokuss so zu legen, dass ich einfach wirklich an dem Tag geliefert hab, das ein Jahr nach einem Bandschein vorfahre.
00:20:51: Das war sicher für mich mental eine meiner besten Leistungen.
00:20:57: Bei der Siegerung von der WM-Metalle bin ich da umgestanden am Stockerl, dann haben wir gedacht eigentlich auch wahnsinnig steht!
00:21:06: Genau dort, wo meine Idole in deiner Neunzehnte gestanden sind.
00:21:12: Und die Medaille der VWM ist ja immer die gleiche.
00:21:16: Die schaut ja schon jahrzehntelang gleich aus und halt jetzt so was in der Hand, was meine Kindheitsidole gehabt haben.
00:21:23: Da ist schon gemerkt okay?
00:21:26: Das ist schon ein spezieller Moment.
00:21:29: Würden Sie eigentlich Ihrem Sohn empfehlen ... Profi zu werden, Schiedsirkus einzusteigen.
00:21:36: Es gibt nämlich ein virales Video von ihrem Sohn, wo man sieht wie gut das Skifahren kann.
00:21:42: Würden Sie es ihm raten?
00:21:43: Raten!
00:21:45: Ich glaube ich brauche ihm das gar nicht raten.
00:21:48: Er hat im Moment so eine intrinsische Motivation für Skifahrern, dass man oft denkt mach bitte andere Sachen ja macht Gott sei Dank keinen anderen Sport.
00:21:58: und sagen wir mal Ich tu ihn nicht abraten vom Skifahren.
00:22:04: Der Sport hat mir und meiner Frau, sie ist auch reingefahren für die italienische Mannschaft.
00:22:11: Und der hat uns viel gegeben im Sport.
00:22:14: Und ich war es natürlich viel Risikoes verbunden.
00:22:17: aber wenn er Fußballer wird gibt's auch Kreuzbandrisse.
00:22:22: Wenn Sie auf Ihre Karriere zurückblicken, gibt es da irgendwelche Dinge?
00:22:27: Das hätte ich mir gerne spart.
00:22:28: oder das beräuchte ... Ich will jetzt zum Beispiel nur erwähnen, damals diese Topping-Vorwürfe, die es gab in ihrer Richtung.
00:22:36: Die medial groß aufgebauscht worden sind das dann ja auch sofort klargestellt über den ÖSV.
00:22:41: Aber ich stelle sie mir schwer vor mit so was umzugehen.
00:22:45: Es war eigentlich eine Horrorzeit für mich.
00:22:48: Eine sollte es den super schönen... Zeit sein, weil es kein Papa waren.
00:22:53: Dann käme man sich eine Frau wieder her.
00:22:56: Eigentlich einfach nur so aus dem heiteren Himmel oder?
00:22:59: Ich habe den Jeter mitgerechnet und nur, weil ich mit einem falschen Trainer zusammengearbeitet
00:23:05: hab.".
00:23:06: Es wurden damals die Gründe verbreitet über sie, dass Sie auch
00:23:10: gedockt sind?
00:23:10: Ja genau!
00:23:11: Da haben wir das Fraggeräte geworfen, da zieht's dann mal in den Boden und in den Füßen weg.
00:23:17: Das hat sehr relativ lange hingezogen Aber dann im Herbst waren die Anschuldigungen fallen gelassen oder die Ermittlungen eingestellt.
00:23:28: Dann denk ich mal, für was jetzt?
00:23:30: Jetzt habe ich Monate lang dafür gekämpft für meine Unschuld und dann sind sie draufgekommen.
00:23:35: Ja, es ist doch nicht.
00:23:37: Das haben wir einen falschen Weg
00:23:38: nachgegangen.".
00:23:39: Würden Sie sagen das war die schlimmste Zeit in Ihrer Karriere so mental?
00:23:44: Sie haben sich kurz danach auf das Kreuzband gerissen in der selben Saison, oder?
00:23:51: Der Sommer ist ja dafür da, dass die Hallen nicht auf dem nächsten Winter vorbereitet sind.
00:23:57: Und das der Oberkimmster ein bisschen.
00:24:01: Und der Sommer war einfach Nullerholung für mich.
00:24:06: Wenn ich Freizeit kenne, dann habe ich an denen gearbeitet, dass ich meine Unschuld beweise und deswegen glaube ich schon, dass der Kreuzbandriss damals Nicht von irgendwo hergekommen ist, sondern auch deshalb, dass ich im Sommer nicht meine Ruhe gehabt habe und mich in Ruhe vorbereiten konnte auf dem Winter.
00:24:27: Was das dann mit einem macht die Öffentlichkeit?
00:24:30: Sind Sie jetzt glücklich so wie sie ist?
00:24:32: Sind sie froh, dass Sie aufgenommen haben, dass sich alles so ist als es war Ihre Karriere?
00:24:36: wenn Sie darauf zurückblicken, die ja unfassbar spannend ist und so viele Geschichten schreibt, sodass sie darauf zurück blicken und sagen Ich bin zufrieden und so zufriedene wie es hier ist
00:24:47: Ja Ich glaube, mein Kindheitsziel habe ich erreicht.
00:24:52: Das war Weltmeister zu werden.
00:24:55: Natürlich, wenn man dann Sport lese, möchte man mehr Kristallkugeln, mehr Medaillen ... Olympiamedailen und so.
00:25:05: Aber ich hab viel mehr erreicht als ich erwartet hab, als der zehnjährige Hannes, der einfach gern Skifahren hat.
00:25:15: Hätte man nie zu träumen gewagt, dass ich mal ... Da oben steht, wo meine Kindheitssidole gestanden sind.
00:25:24: Dass ich eine gute Gampst daheim habe und eine Kristallkugel.
00:25:31: Ich hab mich damals aufhundertenkt die tat gerne mal weg.
00:25:36: Am Ende ist all das daraus geworden was sie geschafft haben.
00:25:40: Das war uns eine Riesenfreude, dass Sie hier waren.
00:25:42: Es hat große Freude gemacht vor allem zuzuhören bei den Geschichten.
00:25:46: Und das, was jetzt am Schluss kommt ist unser Gästebuch der Riesen.
00:25:50: Dafür machen wir noch ein Foto wie immer.
00:25:59: Puh!
00:26:05: Vielen lieben Dank.
00:26:07: und jetzt bitte einmal vorlesen...
00:26:11: Über den Wolken muss die Freiheit voll grenzenlos sein
00:26:18: Und singen kann er auch noch dieser
00:26:20: Mann.
00:26:20: Fantastisch!
00:26:22: Aber ich singe gern.
00:26:24: Sie waren ja auch Musik unterwegs, muss man sagen?
00:26:26: Genau, ja.
00:26:26: Wenn man
00:26:27: sich ein bisschen mit ihnen auseinandersetzt, dann kommt das heraus.
00:26:30: Vielleicht schreiben sie noch die große Musikerheirahme, wer weiß...
00:26:34: Nein also Schuster bleibt bei deinen Leisten
00:26:38: Dankeschön.
00:26:39: Herzlichen Dank, dass ihr da waren und seit großer Freude bereitet.
00:26:42: Meine Damen und Herren, schön, dass auch Sie wieder dabei waren im Balkon.
00:26:45: Achtung, zwanzig hier aus Keinspart-Austria Bis zum nächsten Mal.