Transkript

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00:00:00: Jetzt hast du es erreicht, wovon immer geträumt hast.

00:00:03: Wie viele Leitschoffen hast du es am Höhepunkt lassen?

00:00:22: Willkommen in Wagon-Achtundzwanzig, vom ältesten Riesenrad der Welt, wo wir einmal im Monat mit Sportlerinnen und Sportern über ihren Karriere wegsprechen.

00:00:30: Heute ist eine Frau bei uns, die erst vor Kurzem ihre Karriere beendet hat und das kurz nachdem sie GM Gold geruht hat.

00:00:37: Es freut mich sehr, dass sie heute hier bei uns ist.

00:00:39: Herzlich willkommen, Stefan Ivernier.

00:00:41: Hallo, danke für die Einladung.

00:00:43: Danke,

00:00:43: dass Sie sich die Zeit genommen haben, den Weg auf sich genommen haben, heute mit Blick über Wien.

00:00:47: Sie sind ja eigentlich aus den Bergen.

00:00:49: Können Sie mit Großstädten überhaupt was anfangen?

00:00:52: Nicht so gut, also nach ein, zwei Tagen bin ich dann wieder froh, wenn ich an die Balken

00:00:56: komme.

00:00:56: Das verstehe ich sehr gut.

00:00:57: Irgendeinen Bezug zu Wien, jetzt, wo wir so gut drüber sehen hier im Riesenrad?

00:01:02: Eigentlich nein.

00:01:04: Ich gehe gerne mal bummeln.

00:01:05: Wenn es sich ergibt und sich es verbinden lässt, aber es sind, bin ich eigentlich selten in der Hauptstadt.

00:01:11: Mode ist ja auch ein Thema, das ist sehr beschäftigt, da werden wir später noch genauer darauf zu sprechen kommen.

00:01:15: Stefan ist ja mein unfassbares Jahr bis hierher hinter sich.

00:01:19: Also es ist eigentlich gar nicht aufzuzählen, was alles im Jahr zwölf und zwanzig für sie passiert ist.

00:01:23: Weltmeistertitel, ihr verkündet das Karriereende, dann sind sie schwanger geworden und haben geheiratet.

00:01:29: Kann man das emotional überhaupt alles verdauen, was in diesem Jahr passiert ist?

00:01:34: Schwer, also es braucht schon seit Zeit, aber außer der WM-Titel war alles geplant und wenn ich ihr Buch schreiben müsste, dann darf ich es genauso machen.

00:01:46: Gab es einen Moment, wo Sie sagen, wenn Sie jetzt zurückblickend der war, das größte Highlight?

00:01:50: Können Sie das messen oder wollen Sie das gar nicht?

00:01:54: Schwarz um sagen, weil Sie einfach so unterschiedlich sind.

00:01:59: Der WM-Titel war spotlich, das Highlight.

00:02:03: Die Schwangerschaft, die familiär, die Hochzeit auch.

00:02:07: Deswegen, ich glaube, das ist gar nicht messbar.

00:02:09: Es

00:02:09: ist eigentlich in diesem Jahr alles zusammengekommen.

00:02:12: Alles positiv, muss man sagen.

00:02:14: Wie geht es Ihnen aktuell?

00:02:15: Geht es Ihnen gut?

00:02:16: Sehr gut.

00:02:17: Also, ich habe noch ein paar Minuten vom Skifahren vermisst.

00:02:21: Vielleicht kommt es im Winter dann nochmal, wenn die Mädels, die Damen, die heilen.

00:02:27: auf der Rennpiste fahren, die abgesparte Skibiste so schnell als möglich runterfahren, vielleicht da mal ein bisschen, aber stammt jetzt gar nicht ab.

00:02:39: Ich möchte mit Ihnen ganz zum Beginn des Skifahrens zurückschauen, ganz zum Beginn Ihrer Karriere, die ja jetzt beendet wurde mit dem absoluten Höhepunkt.

00:02:49: Sie sind ja fünfzig Metern in meiner Talstation aufgewachsen.

00:02:52: Können Sie sich an den ersten Moment zurückerinnern, wo Sie sich gedacht haben, ich würde gerne Profischi fahren werden?

00:02:59: Ich kann mich direkt nicht daran erinnern, aber der Papa erzählt mir mal Geschichten und die Mama, wie das früher war, für mich war Ski fahren, keine Zwang, sondern ich habe das immer total geil gemacht.

00:03:10: Ich bin in der Frühe aufgestanden und das alles, was ich zum Papa gesagt habe, gehen wir Ski fahren.

00:03:16: Und der Papa hat sich immer gedacht, mach schon wieder.

00:03:19: Aber irgendwie habe ich das so beibehalten und für mich macht Ski-Fanheid immer noch einen riesen großen Spaß.

00:03:25: Und ja, mein alter Schwung war der Einkehrsschwung, weil der Papa und die Mama haben immer mit Bombers gelockt.

00:03:31: eigentlich, weil das habe ich geliebt, das lieb ich immer noch.

00:03:34: Und ja, dann sind wir gleich mal ins Gasthaus abgeboben, habe ich Bombers gekriegt und so, das ist dann noch besser, funktioniert immer.

00:03:42: Wenn man sich mit ihnen beschäftigt, dann ... gehört man noch raus, dass sie eine total behütete und schöne Kindheit hat, wenn sie ein totaler Familienmensch sind und dass sie ja Eltern jetzt auch nicht sonderlich streng waren.

00:03:51: Jetzt ist es oft so bei Profisportlern und Sportlerinnen, dass die einen Antrieb z.B.

00:03:56: durch die Eltern bekommen haben oder durch irgendetwas, was sie auffüllen wollten, gefühlstechnisch, was irgendwie nicht da war.

00:04:03: Bei ihnen war eigentlich alles gut, alles perfekt.

00:04:05: Woher kam dieser extreme Antrieb bei ihnen?

00:04:09: Boah, gute Frage.

00:04:11: Meine Eltern haben mich ... gefördert und gefördert, da die jetzt einmal sagen, also, wir am Skifahren immer total gerne tun und das war keine Zwang.

00:04:20: Und der Papa sogar heute noch was außer Kinken pausen.

00:04:24: Wenn ich was tue, dann soll ich es mit Spaß machen, ich soll es bedacht machen und konzentriert.

00:04:29: Und damals, wo ich dann den Weg ins Skige gymnasium gegangen bin, ins Stamms, hat er zu mir gesagt, du Steffi, wenn du es machen willst, mir auch möglichen, da das, weil das war damals auch nicht gerade die günstige Variante.

00:04:43: Und bis dahin, ich habe noch nie ein Landeskabrennel gewonnen.

00:04:46: Ich war jetzt nicht total super, wenn man sich eigentlich eine Kindheit vorstellt, dass ich auch eine Runde nach einem anderen gewonnen habe, sondern ich bin halt einfach dabei gewesen, mit mir hat es einen Spaß gemacht.

00:04:55: Und dann bin ich eben in Stiegumass im Stamm gegangen und da hat das Ganze dann irgendwie angefangen.

00:05:01: Da habe ich dann auf meine eigenen Vierstellen müssen.

00:05:05: Schuhgangen war ein guter Schülerin.

00:05:07: Hab das auch immer das Sportliche im Hinterkopf gehabt.

00:05:10: Und irgendwie hat dann das Ganze sein Lauf genommen und dann hat es gar zurückgegeben.

00:05:14: Ihre

00:05:15: Eltern haben mir auch sehr viel aufgegeben dafür.

00:05:16: Beziehungsweise sehr viel investiert in die Karriere von ihnen und ihrer Schwester.

00:05:21: War ihnen das damals schon bewusst?

00:05:22: Wie viele sind da auf sich nehmen?

00:05:23: Nein, gar nicht.

00:05:25: Wir haben das Glück gehabt, dass die Mama eigentlich bei uns da waren.

00:05:30: Und der Papa ist Tag und Nacht arbeiten gegangen.

00:05:33: Ich konnte damals in den Fizewald-Meistern waren.

00:05:37: Da war für mich das alles selbstverständlich nach ein Rennen.

00:05:40: Hierhin laufen, hierhin, hier interviewieren, hier Fotos machen.

00:05:43: Aber dann, wie ich es erst mal meinen Eltern gesehen habe, habe ich meinen Papa noch nie so emotional gesehen.

00:05:47: Weil ich dann das erste Mal gesehen habe, dass das, was sie in Kauf genommen haben, dass sich das wirklich ausgezahlt hat.

00:05:58: Das war mit einer der emotionalsten Momente, die ich in meiner Karriere gehabt habe.

00:06:03: Das war in St.

00:06:03: Moritz, oder?

00:06:05: In St.

00:06:05: Moritz, in meiner ersten WM-Medaille.

00:06:09: Das war echt ein schöner Moment und das wär ja nicht so schnell vergessen.

00:06:13: Nehmen Sie uns da trotzdem mal in die Gefühlslage mit, was ist an diesem Tag vor sich gegangen in Ihnen, als Sie das dann erreicht haben?

00:06:21: Ein paar witzigerweise haben wir am Start schon gespielt, dass das mein Tag wird.

00:06:27: Im Gegensatz zu WM-Goldmedaille spürte ich gar nichts.

00:06:30: Ich war mir sicher in dem, was ich tue.

00:06:34: Ich habe genau gewusst, wenn ich unten jetzt abspinge, ich bin am Stockhalt.

00:06:41: Das macht es dann so schwer, weil du wirst, wie du damals gefühlt hast.

00:06:44: Und du tast dir das Gefühl gerne öfters erholen, aber es funktioniert dann oft einfach nicht mehr so.

00:06:49: Aber wie man als der WM-Medaille, das war schon sehr speziell, kann ich ja gar nicht vergleichen mit der, was ich jetzt erreicht habe, weil damals war ich noch ein bisschen ... Jünger, die jungen Steffi, die was nicht so viel darüber nachgedacht hat, die was einfach gefahren ist.

00:07:03: Und ja, es war ...

00:07:08: Sie haben gerade gesagt, die Silbermedaille in St.

00:07:10: Maurits ist nicht zu vergleichen mit dem WM Gold, das Sie jetzt eben gewonnen haben zum Abschluss Ihrer Karriere.

00:07:16: Wir sind jetzt schon bei den Highlights angelangt und ich möchte jetzt zu diesem einen Tag kommen, ich glaube, das sechste Februar, im Super G geholt haben, in Saalbach, in Österreich.

00:07:27: Wenn wir an diesen Morgen zurückgehen... Da haben sie gerade gesagt, haben sie eigentlich noch nicht so richtig gespürt, dass das ihr tagt.

00:07:33: Wie haben sie sich denn an diesem Morgen gefühlt?

00:07:35: Schlecht.

00:07:36: Sehr schlecht, ja.

00:07:38: Ich hab die ganze Nacht fast nix geschlafen.

00:07:42: Ich hab ja den Christian spart am Abend ungerufen und hab gesagt, du, bitte, komm, ich brauch Unterstützung, ich kann nicht schlafen.

00:07:49: Vielleicht bringt's mir was.

00:07:50: Wenn du neben mir schlafst, dann ist das vielleicht ein bisschen normaler, das ganze Gefühl.

00:07:55: Passt, der Christian ist kein Mann, hat sich ins Bett deine Glocke und hat geschlafen.

00:08:00: Und ich bin danebengelegt und dachte, das sei auch nicht wahr, da schläft es immer noch nicht.

00:08:04: Und dann war es vier, fünf, dann habe ich schon außen die Müllabfuhr gehört, wäre mit dem Auto hergekommen, war es zu laut, und dann dachte ich, bitte schlafe ich jetzt mal.

00:08:13: In jedem Fall haben wir dann um fünf in der Früh, wir haben geschlafen, bis sieben haben mein Wecker immer weiter ausgestellt, immer weiter ausgestellt.

00:08:19: Bin weder aufwärmengangen, habe ich beim Frühstück eine Launstange mit Butter mitgenommen, natürlich habe ich auch wenig Oil gekriegt und bin aufgefahren, zur Besichtigung.

00:08:28: Und dann irgendwie es war voll der schöne Tag, aber das Blaue hat sich nicht richtig ungefühlt wie so ein richtig schöner Tag, ein blauer Tag, sondern so ein bisschen schummrig, als ob er einen Rausch gehabt hat.

00:08:39: Und dann haben wir schon gedacht, das wird halt, das wird halt.

00:08:42: Und jetzt haben wir heute eins von den wichtigsten Rennen auch.

00:08:44: Und dann bin ich aufgefahren, habe im Lifthittel umgeschlossen, weil ich so müde war.

00:08:47: Ich war normalerweise nie, nie im ganzen Leben, habe ich irgendwo vor dem Rennen geschlafen.

00:08:51: Und dann bin ich aufgeworfen, bin im Unterwand und habe gesagt, boah, der Schlafen war jetzt Goldwald.

00:08:56: Und ich so, ups.

00:08:57: Scheiße, hoffentlich habe ich das jetzt in dem Moment nicht verschrien.

00:09:00: Ich wollte eigentlich das nicht so

00:09:02: sagen.

00:09:03: Und ich habe starten Nummer sieben gehabt, die Federica Brignone sechs.

00:09:07: Das ist schon am Start vorne.

00:09:09: Und dann sagt hinten einer, wow, das war jetzt die Goldfahrt von der Federica Brignone.

00:09:15: Weil sie war ja schon im Ziel und ich bin am Start umgestanden und habe gedacht, oh Gott, das will ich nicht einfach stehen, ich muss ja noch fahren.

00:09:22: Dann bin ich weggefahren.

00:09:24: Es fünfte da.

00:09:25: hab ich immer sehr rund umgeschaut gehabt und ich hab Spuren gesehen.

00:09:30: Und ich bin echt total rund einig gefahren.

00:09:32: Dann hab ich mir gedacht, Steffi, was tust du eigentlich da?

00:09:35: Du solltest direkt fahren, das ist halt ein WM-Rennen.

00:09:38: Du solltest so schnell als möglich ins Ziel fahren.

00:09:41: Aber ich hab dadurch, dass ich das fünfte Doppelrunden umgefahren bin, hab ich so viel Speed mitgenommen, dass es sich eigentlich ausgezahlt hat.

00:09:47: Dann hab ich neben mir die Leitkrebschreien.

00:09:49: Ich krieg normalerweise beim Rennen nie was mit.

00:09:52: Dann haben sie geschrien, wir dachten ja gut, wir sind in Österreich, da schreien die Leute so, so wenn er Österreicher entfährt.

00:09:58: Und das Rennen hat sich an sich dann wirklich mega ungefüllt, war richtig, richtig gut.

00:10:04: Und dann bin ich über die Ziellinie gefahren.

00:10:06: und so der erste Moment, da haben wir gedacht, es war eine gute Fahrt, aber reicht es jetzt.

00:10:10: Und dann, es hat eher ein bisschen länger dauert, bis ich dann auf die Tafel geschaut habe und dann wie in Ansel gesehen und die ganzen Leute haben gejubelt.

00:10:17: Und das kann man fast gar nicht beschreiben, weil ... Ich habe noch nie in meinem Leben so eine große Tribüne gesehen, wo die Leute oben gestanden sind.

00:10:27: Und der Tag, es ist so schnell vergangen.

00:10:32: Aber ich habe wirklich alles aufgesaugt, habe alles gelebt, was ich ja in dem Moment Leben hab müssen und es war einfach eine Gaudi und das Coole war.

00:10:43: Es waren alle meine ganze Familie, die Freunde.

00:10:46: Ich muss jetzt mal alles zeigen.

00:10:47: Ich bin sehr froh, dass wir alle in Österreich wissen, wie dieser Tag für sie war.

00:10:52: Ich bin an den Lippen gehangen.

00:10:53: Es ist so unfassbar spannend, wie schwierig dieser Tag gestartet hat.

00:10:59: Das ist ja eigentlich unglaublich.

00:11:02: Ich hatte das Gefühl bei der Vorbereitung auf diesen Tag, auf dieses BM-Gold, wie ich mich darüber informiert habe, dass an diesem Tag für sie irgendwie auf einmal alles zusammengekommen ist, worauf sie in ihrer Karriere hingearbeitet haben.

00:11:15: So hat sich es für mich angefühlt, wie ich sie damals gesehen habe, bis sie auf diesen Protest gestanden sind.

00:11:21: War das auch so?

00:11:22: Hat sich das wirklich so angefühlt?

00:11:26: Es war ein magischer Moment irgendwie.

00:11:27: Haben Sie das auch so empfunden?

00:11:30: Es war ein absoluter magischer Moment.

00:11:32: Und ich sage zu mir selber, egal, was für ein spannender Mini ich habe oder egal, was ich zum Turn habe und ich schlafe einmal nix, wir können eigentlich nichts mehr aus der Ruhe bringen, weil ich habe damals vor dem Rennen eigentlich fast nix geschlafen und es hat funktioniert.

00:11:47: Deswegen werden andere Sachen auch funktionieren, aber es ist wirklich in dem Moment alles zusammengekommen und man hat dann auch einmal gesehen, was da alles dahintersteckt.

00:11:57: Da gehen dann so viele Sachen durch den Kopf.

00:11:59: wo du erlebt hast, ich habe schlechte Zeiten gehabt, ich habe gute Zeiten gehabt, ich habe dann wieder schlechte Zeiten gehabt, habe mich zurückgekämpft.

00:12:05: Das hat wieder funktioniert.

00:12:07: Und eben, meine Familie war immer für mich da.

00:12:09: Und da war ich dann immer die Steffi, die was nicht schieffährt, sondern einfach die Freundin, die Tochter, die Schwester.

00:12:18: Und man ist dann schon sehr, sehr dankbar.

00:12:25: Und an dem Tag ist dann alles zusammengekommen.

00:12:29: Ich glaube, ich habe es bis heute eigentlich noch nicht so richtig realisiert.

00:12:34: Ich weiß schon, was man gelungen ist, aber ich glaube, das wird schon noch ein paar Monate, wenn ich die Uhr dauere.

00:12:41: Unten, als Sie angekommen sind, bzw.

00:12:43: als Sie diesen Tag dann Revue passieren lassen haben, das alles genossen haben und aufgesogen haben, wie Sie gerade gesagt haben, sind da schon das erste Mal Gedanken vom Aufhören durch den Kopf gegangen?

00:12:54: Ja.

00:12:54: Also, ich lege meine Sagen da, nah.

00:12:58: Da hat kein Gedanke mitgespielt am Aufhören.

00:13:02: Ich hab's nicht angesprochen, aber da dachte ich, jetzt hast du es erreicht, wovon immer geträumt hast.

00:13:10: Wie viele Leid schaffen wir es, dass wir es am Höhepunkt lassen?

00:13:13: Schau mal, wie es in der nächsten Zeit geht, aber behalt er das für die, den Gedanken.

00:13:20: Und da ist er schon mal ein bisschen aufgeflackert.

00:13:24: Und eben beim Finale in Amerika dann ... Da ist er dann schon sehr präsent worden in meinem Kopf.

00:13:30: Das ist dann die Entscheidung, glaube ich, auch bald gefallen, oder?

00:13:33: Genau.

00:13:33: Ich bin dann beim Finale oben am Start gestanden und meine Knie ein bisschen geschmeizt.

00:13:41: Und ich habe gemerkt, irgendwie ist das nicht mehr mein Welt.

00:13:43: Ich bin oben gestanden, wollte Vollgas geben, aber es ist nicht mehr gegangen.

00:13:49: Irgendwas in mir hat gesagt, nein, tu es nicht.

00:13:54: Und im Unterbewusstsein ... wie du das rein gehst, pass auf, du kannst dich dir verletzen.

00:14:02: Und wenn du den Gedanken hast, dann brauchst du gar nicht starten.

00:14:04: Es gibt ganz wenige Profisportler, die es schaffen, den Absprung am richtigen Zeitpunkt zu machen.

00:14:08: Und am höhen Punkt wirklich dann zu sagen, ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr und deshalb höre ich jetzt auch auf, weil einen dann ja oft Menschen versuchen zu überreden, weiterzumachen, weil sie sagen, na ja, jetzt gerade wäre es ja so gut.

00:14:20: Was unterscheidet sie von ihren vielen Kollegen, die diesen Absprung nicht schaffen?

00:14:25: Ich habe mir das immer schon mal gedacht, ich will es lassen, weil ich es will und nicht, weil mir Verletzung dazu zwingt.

00:14:34: Ich habe den Gedanken schon ziemlich klar im Kopf gehabt und ich habe ganz genau gewusst, was ich eigentlich will und wie ich das machen will.

00:14:43: Bei mir ist einfach die WM-Meteile der letzten Saison so tief in meinen Herzen rein, emotional, dass ich auch zu mir selber gesagt habe, bei Olympia mehr ist es wirklich gewinnen, damit du das Ganze nochmal herholen kannst.

00:14:55: Und wenn du vierter wärst, dann interessiert sie wieder kann.

00:14:58: Und lasst die Saison umgehen, du wärst vierter bei Olympia, du hörst auf und so hab ich das Skifahren auch immer als nicht was Schlechtes, aber halt nicht den Abschluss in den Kopf, den ich mir eigentlich gewunschten hab.

00:15:13: Und ich hab gesagt, für mich hat es kein anderes Ergebnis, kein gutes Ergebnis mehr am Platz in meinen Herzen.

00:15:21: Deswegen haben AWM-Medaile in Saalbach zu feiern, dass man mehr als was immer jemals ein Träumen hätte können.

00:15:31: Und deswegen, glaube ich, ist mir das auch so einfach gefallen.

00:15:37: Und ich glaube, mir ist es auch einfach gefallen, weil ich es selber entscheiden darf.

00:15:42: Sie hinterlassen ja eine tolle Karriere und nehmen die auch im Herzen mit.

00:15:47: Was am Schiefern werden Sie denn nicht vermissen?

00:15:49: Und was am Profisportlern sein?

00:15:51: Es viele Reisen.

00:15:54: Und

00:15:54: den Druck vielleicht auch?

00:15:56: Das Witzige war, ich habe oft unter Druck am besten beformt.

00:16:01: Weil ich wusste, wie ich muss.

00:16:03: Und irgendwie habe ich es dann an einem Dog-X wieder hergebracht.

00:16:06: Aber

00:16:07: ohne Schlafen aufm Sicht.

00:16:08: Ja,

00:16:08: ohne Schlafen.

00:16:09: Es hat funktioniert.

00:16:11: Das Kofferbacken ist das, was man absolut gar nicht abgibt.

00:16:15: Weil viele gesagt haben, nach der Hochzeit fliegt sie irgendwo hin, fliegt der Wache.

00:16:19: Und oft gesagt, nein, wir sind einfach so froh, wenn wir daheim sein können, wenn wir nicht den Koffer ein- und ausbacken müssen und einfach einmal das daheim genießen können.

00:16:27: Und das ist über die Jahre ja auch so viel daheim liegenblieben, wo wir jetzt dafür Zeit haben.

00:16:32: Und jetzt nach werdender Mutter.

00:16:34: und geheiratet in diesem Jahr.

00:16:36: Christian Walder, ihren Ehemann, Sie haben es schon gesagt, er ist ja auch Profi-Ski-Fahrer.

00:16:41: Wie fühlt sich denn das an, dass Sie da jetzt in so ein neues Leben reinspazieren?

00:16:46: Schon sehr speziell.

00:16:51: Wir sind Borderextreme-Familien-Menschen und damals, wo wir uns kennengelernt haben, haben wir schon gewusst, wir werden einmal eine Familie haben, wir werden heiraten.

00:17:03: Und dass das jetzt so schnell gegangen ist, mit dem haben wir beide nicht gerechnet, aber es war geplant.

00:17:12: Während der Skikarriere war für mich ein Kind sowieso kein Thema gewesen.

00:17:15: Und wie ich mir dazu entschlossen habe, dass ich Skifahren lassen werde, haben wir eigentlich gleich mit der Planung gestartet und es hat auf Anhieb funktioniert.

00:17:26: Was macht den Christian als Ehepartner für Sie aus?

00:17:30: Dass Sie sagen, das ist der eine, das ist der Richtige, den Sie ja kennengelernt haben, auch im Skizirkus.

00:17:35: Er ist da, wenn es mir gut geht und er ist da, wenn es mir nicht so gut geht.

00:17:38: Und wir verstehen ins Blind und es funktioniert einfach.

00:17:43: Also ich kann jetzt gar nicht sagen, was das ist, was das ausmacht, sondern es ist einfach das Gesamtpaket, finde ich.

00:17:51: Sie haben mich in dieses Jahr geheiratet.

00:17:54: Wie war die Hochzeit, wenn Sie zurückdenken?

00:17:58: Sehr, sehr schön.

00:17:58: Und ich darf sofort noch mal heiraten.

00:18:01: Es hat sehr viel Spaß gemacht.

00:18:05: Es war echt ein Tag, wo alles perfekt war.

00:18:08: Und ich darf im Nachhinein nichts anderes machen.

00:18:10: Das ist das Beste, was ich in der Brau sagen kann.

00:18:13: In der Schwangerschaft geht es Ihnen auch gut.

00:18:14: Das ist das erste Mal, dass wir eine Sportlerin bei uns zu Gast haben, die wirklich auch werdende Mutter ist.

00:18:18: Herzliche Gratulation.

00:18:19: Sehr

00:18:20: cool, danke.

00:18:21: Mir geht es wirklich richtig, richtig gut.

00:18:25: Sporteln, ich fahre nach wie vor wenig, weil ich einfach keine Lust dazu habe, weil es mich nicht interessiert.

00:18:32: Die Schwangerschaft Yoga habe ich für mich neu entdeckt.

00:18:34: Das ist sehr spannend, sehr cool.

00:18:37: Aber ... Ja, Training an sich, habe ich jetzt keine Lust dazu.

00:18:41: Ich mog mir jetzt auch in den Geografienstudien mehr einstellen.

00:18:45: Ich bin lieber in der Natur draußen unterwegs.

00:18:46: Und Sie sind ja wirklich ein totaler Familienmensch, wenn man sich so miteinander setzt.

00:18:52: War das jemals etwas in Ihnen, was vielleicht auch eine gewisse Schwierigkeit war, dieser Übergang von der Profisportlerin zu diesem extrem mutter- und Ehefrau, dass ja doch ein sehr schneller Wechsel war, den Sie jetzt gemacht haben?

00:19:04: Haben sie sich total damit identifizieren können nach sofort?

00:19:08: Ich war daheim schon immer während meiner Karriere, habe total gern gekocht und geputzt und gepackt und solche Sachen.

00:19:15: Das habe ich immer schon total gern gemacht.

00:19:18: Und für mich ist jetzt eigentlich gar nicht so eine große Veränderung klar.

00:19:24: Ich habe das Skifahren nicht mehr, das Reisen nicht mehr.

00:19:27: Aber ich bin einfach total gerne daheim.

00:19:29: Und für mich ist putzen zurzeit einfach entspannend.

00:19:32: Weil es ist einfach in den letzten Jahren so viel liegen geblieben oder auch mal Sachen aussortieren.

00:19:39: Einmal da hinschauen und das machen, auch mal Zeit auf Geburtstagsfeiern zu gehen.

00:19:44: Das habe ich früher auch nie gehabt.

00:19:45: Und Sie haben ja selbst auch gesagt, Sie vermissen das Training jetzt nicht mehr so unbedingt.

00:19:48: Genießen das auch sehr, gerade in diesem Familienleben zu sein.

00:19:51: Wie ist es Ihnen denn gegangen, als Sie von dem tödlichen Unfall von Mathieu Franzoso gehört haben in Chile?

00:19:58: Ja, da stellt man jetzt schon wieder die ganze Zeit auf.

00:20:01: Ich bin in der Strecke auch hundertmal gefahren.

00:20:04: Und

00:20:06: wenn man so die Stelle anschaut, denkt man gar nicht, dass so was passieren kann.

00:20:10: Aber es ist so schnell passiert.

00:20:13: Und vor allem mit der Sicherheit, gerade im Training.

00:20:17: Es ist wirklich schwierig geworden.

00:20:18: Und in letzter Zeit helfen sich ja schon fast die tödlichen Unfälle.

00:20:23: Aber wie ich davon erfahren habe, ist auch das, was ich hoffentlich überlebe.

00:20:30: Hoffentlich geht es sich aus.

00:20:32: Aber ja, sehr, sehr traurig.

00:20:38: Man schickt ein Kind auf Chile zum Trainieren und es kommt nicht mehr zurück.

00:20:42: Also der Gedanke ist gar nicht in Wote zu beschreiben.

00:20:50: Man kann nur für die Zukunft schauen, dass man das ganze Jahr noch ein bisschen sicherer macht.

00:20:54: Wenn Sie generell jetzt so an Ihre Karriere zurückdenken und an den ESV und alles was ... Generell so im Skisport passiert.

00:21:01: Was würden Sie sich denn wünschen, was sich noch verändert?

00:21:04: Was sind die Dinge, die Sie sich für die Zukunft wünschen, die Sie verändern wollen und möchten?

00:21:08: Der ESV schafft total gute Rahmenbedingungen.

00:21:11: Also wir reisen zu die Trainings, zu die Rennen und es funktioniert alles.

00:21:17: Es ist geplant, wir müssen so nix kümmern, es passt so wie es ist, aber ich dachte, wir wollen einfach wünschen, dass man als Athlet ein bisschen individueller behandelt werden kann.

00:21:27: Also, dass man einfach seine Vorlieben besser auslebt.

00:21:32: Das darf ich immer wünschen.

00:21:33: Es hat eh schon gut funktioniert.

00:21:36: Es funktioniert auch schon seit Jahren.

00:21:38: Ist immer besser geworden.

00:21:40: Aber ich finde, es ist auch ein Stärke vom Trainer, dass er individuell auf die Athleten eingeht.

00:21:45: Was ich bei Ihnen bezeichnen finde, egal auf welchen Teil Ihrer Karriere oder Ihres Lebensmann schaut, ich würde Sie sehr mutig bezeichnen.

00:21:52: Also ich finde, dass Sie ein sehr mutiger Mensch sind.

00:21:54: Ich finde, das haben Sie nicht nur mit dem Karriereende bewiesen, sondern auch damit, dass Sie Kritik an Roland Assinger geübt haben, an dem ESV-Frauen-Team-Chef.

00:22:03: Warum wollten Sie so mutig sein, was dieses Thema auch betrifft?

00:22:06: Warum wollten Sie Ihre Stimme erheben?

00:22:11: Also auch das mal zu dem Thema, weil ich nicht mehr viel sage, weil es ist wirklich in letzter Zeit viel passiert, das was ich sagen wollte, habe ich gesagt.

00:22:19: Für mich, für uns als Familie ist das auch immer gut, wenn dann einfach Ruhe einkehrt, wenn wir einfach mit dem abschließen können.

00:22:28: Aber ich habe das einfach als Teil meiner Goldmedaille gesehen, dass sie mich für mich einsetzt und auch für andere Mädels.

00:22:36: Und ich habe wie gesagt, egal ob Mann oder Frau, Egal in was von Alter, es ist einfach wichtig, dass man zu seiner Meinung steuert.

00:22:45: Und ja, dem Message probiere ich ja weiterzugeben.

00:22:50: Und es hat, glaube ich, auch gut funktioniert.

00:22:54: Und um die Dinge zu verändern, die sie sich wünschen würden, eben eine Sache, die sie kritisiert haben, war der Umgangs-Ton, war, dass die Richtlinien, die er hatte, veraltet waren und so weiter und so fort.

00:23:04: Was würden sie jungen Sportlerinnen mitgeben auf den Weg, um ... ihren eigenen Weg gehen zu können in Situationen, wo es immer noch Machtgefälle gibt.

00:23:14: Man soll so sein, wie man ist.

00:23:16: Man soll sich nicht verändern.

00:23:19: Sachen, was zu machen sein, können einfach gemacht.

00:23:22: Man soll konzentriert an die Sache rangehen.

00:23:25: Wenn man was macht, dann sollt man es gescheit machen.

00:23:29: Und ja, wenn irgendwo es ist, oder sinnlos, man kann sich heutzutage so gut wie alles ausreden.

00:23:37: Man soll den Weg suchen zum Reden und auch finden und irgendeine Lösung soll es immer geben.

00:23:44: Und aus dieser ganzen Situation jetzt, was haben Sie da für sich mitgenommen und daraus gelernt?

00:23:50: Dass ich schon stolz auf mich bin, dass ich damals den Weg an die Öffentlichkeit gewählt habe.

00:23:57: Aber wie gesagt, für mich ist das Thema jetzt abgeschlossen.

00:24:00: Ich lasse das jetzt einmal ruhen.

00:24:02: und ja, ich habe jetzt einen neuen Lebensabschnitt.

00:24:07: als Mutter dann genießen und, wie gesagt, ich habe eine schöne Zeit in meiner Skikarriere gehabt.

00:24:17: Habs genossen, aber jetzt kommt ein anderer Lebensabschnitt.

00:24:22: Was würden Sie sagen, ist das wichtigste Learning für Sie gewesen aus

00:24:25: Ihrer Karriere?

00:24:30: Dass man einfach so sein soll, wie man ist, dass man sich nicht verstellt, weil man moin und man macht, wenn jemand was reicht.

00:24:39: Einfach das genießen, was man hat, so sein wie man ist.

00:24:42: Und dann, glaube ich, kennt man ziemlich weit.

00:24:44: Das ist ein wunderbares Schlusswort.

00:24:46: Damit würde ich sagen, machen wir noch den Eintrag ins Gästebuch.

00:24:49: Sehr gerne.

00:24:51: Smile.

00:24:53: Wunderschön.

00:24:55: Jetzt bin ich gespannt, was Sie reinschreiben.

00:25:09: Sondern bevor wir die Sendung beenden, möchte ich noch eine letzte Frage stellen.

00:25:12: Welche Tasche haben Sie sich für BM Gold gekauft?

00:25:16: Sie müssen nicht wissen.

00:25:17: Stellt man, wenn ihr benutzt, ist es immer mit Designer-Faschen für große Säge.

00:25:21: Noch keine, weil wir haben noch keine Zeit gehabt.

00:25:25: Und?

00:25:26: Gibt es schon einen Plan?

00:25:27: Es gibt einen Plan.

00:25:28: Ich habe mir schon eine anglacht.

00:25:30: Ja, das hat für die Welt noch länger sparen müssen.

00:25:34: Aber es ist ein Traum.

00:25:37: Den kann ich mir nicht so schnell verwirklichen.

00:25:40: Ich verraten sonst nicht welche.

00:25:42: Ja, ich hatte mir die am meisten Birkenbeck immer ungelacht, aber wie gesagt, das ist ein Prozess, das geht nicht von heute auf morgen und da muss ich lange aufsparen.

00:25:52: Gut, vielleicht am nächsten Mal, wenn Sie bei uns sind, dann mit einer Birken, heute noch mit einer Louis Vuitton, die da rechts neben uns steht.

00:25:59: Die habe

00:25:59: ich immer gekauft, wie in Christen keinen gelernt habe.

00:26:03: Ah, das war dann die Belohnung von Christen?

00:26:04: Ja,

00:26:04: genau.

00:26:06: Für den Lebensabschnitt haben wir gedacht, dass sie Spaß sind.

00:26:08: Deswegen ist eine von meinen Lieblingstaschen.

00:26:09: Und eine sehr schöne Tasche.

00:26:11: Die werden jetzt gleich nehmen und aus dem Riesenrad aussteigen.

00:26:13: Und davor lesen Sie uns bitte noch vor, was Sie hier reingeschrieben haben.

00:26:17: Wien kann auch sehr schön sein.

00:26:19: Vor allem von oben.

00:26:21: Vielen Dank für das tolle Gespräch.

00:26:22: Bis zum nächsten Mal, Steffi.

00:26:24: Herzlichen Dank, dass Sie mit dabei waren.

00:26:26: Danke auch.

00:26:26: Wir freuen uns sehr für Sie und für alles, was jetzt bei Ihnen kommt.

00:26:30: Also, es ist eine tolle Zeit, die da auf Sie wartet.

00:26:32: Und wir werden jetzt noch ein bisschen den Ausblick genießen.

00:26:35: Sehr gerne!

00:26:35: Meine Damen und Herren, herzlichen Dank, dass auch Sie wieder mit dabei waren im Wagon-Achtundzwanzig.

00:26:40: Freuen uns, wenn Sie auch beim nächsten Mal wieder einschalten, wenn wir Kursenfahrt fahren.

00:26:44: Bis bald!

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„Es lebe der Sport!“ – frei nach dem Motto von Reinhard Fendrich präsentiert das neue Sky Sport Austria Talkformat „RIESENrad – Sportgrößen im Waggon 28“.

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